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Haldern Pop

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Seit 30 Jahren pilgern Musikfans aus der ganzen Welt einmal im Jahr an den Niederrhein. In Rees-Haldern, einer Gemeinde mit etwas mehr als 5.000 Einwohnern, findet im August das Haldern Pop statt. Ein ebenso kleines wie außergewöhnliches Festival, dem Worte allein nur begrenzt gerecht werden. Dies ist eine multimediale Annäherung.

[Wer das Special zum Haldern-Pop 2014 sucht: Bitte hier entlang]

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Ob es das Haldern Pop ohne den Katholizismus wohl geben würde? Vermutlich nicht. Denn es waren 14 Messdiener und zwei Ministranten, die 1981 für ihre Open-Air-Party nach einem Stromanschluss suchten, nach Möglichkeit „in schöner Landschaft gelegen“. Auf dem "Alten Reitplatz" im Dorf wurden sie fündig und das Fest (mit Musik vom Plattenteller) ein voller Erfolg. Der Ehrgeiz der Organisatoren wuchs: Um die Musik aus der Konserve gegen Live-Musik ersetzen zu können, entstand 1984 die Idee einer "Aktiengesellschaft“. Mehr als 50 Halderner verpflichteten sich zur aktiven Mitarbeit und erwarben für je 500 Mark Anteile am Projekt.  Am 23. Juni desselben Jahres war es soweit. Wo sonst nur Kühe grasen und Pferde über die Koppel geführt werden, ertönte erstmals echte Live-Musik. Das Haldern Pop war geboren.

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"Soviel Herzblut"

Damals, vor 30 Jahren, war er einer von 14 Halderner Messdienern. Heute ist Stefan Reichmann Inhaber einer “Begeisterungsmanufaktur”. Und einer der Köpfe hinter dem Haldern Pop-Festival.

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Trotz aller Professionalität, durch die sich das Festival auch im 30. Jahr gegen die immer größer werdende Konkurrenz behauptet: Das Haldern Pop steht immer noch für ungewöhnlich viel Originalität und Liebe zum Detail.

Getränke und Speisen auf dem Gelände können nur in der eigenen Währung, den "Pop-Talern", bezahlt werden. Und die Kinder der ehrenamtlichen Helfer haben selbstverständlich eigene Backstage-Ausweise, mit denen sie sich jederzeit als "Pop-Blagen" ausweisen können.

Natürlich sind die Plakate, mit denen die Besucher im Dorf begrüßt werden, kein Marketing-Gag. Das "Nice to see you" kommt wirklich von Herzen.

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Wer auf einem großen Festival schon einmal Zelt, Verpflegung und sonstiges Gepäck kilometerweit vom Park- zum Schlafplatz tragen musste, weiß den Camping-Komfort beim Haldern Pop zu schätzen: Hier dürfen Zelt und PKW friedlich vereint nebeneinander stehen.

Vergleichsweise friedlich verlaufen auch die Nächte. Aus Rücksichtnahme auf das Schlafbedürfnis vieler Besucher verzichten die Haldern-Macher auf Zusatzeinnahmen durch das bei anderen Festivals obligatorische Disco-Zelt.

Die meisten Besucher revanchieren sich, indem sie ihr Camping-Areal am Ende derart sauber hinterlassen, dass die Wiesen zumeist nur noch von Kronkorken befreit werden müssen, bevor die Kühe zurückkehren können.

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Festival der kurzen Wege

Länger als 10 Minuten muss niemand laufen, um vom eigenen Zelt oder Wagen zum Eingang des Festival-Geländes zu gelangen. Umgekehrt bedeutet das: Wer Lust auf Selbstgegrilltes oder eine Verschnaufspause im Campingstuhl hat, ist schnell am Ziel. Die seit Jahren unumstößlich geltende Begrenzung auf maximal 7.000 Besucher macht´s möglich.

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"Das geht nicht größer"

Seit über 20 Jahren ist der 61-jährige Hein Fokker so etwas wie das Markenzeichen des Haldern Pop. Der Niederländer präsentiert alle Bands, die auf der Hauptbühne spielen. Und ist sich sicher: Die Größe des Haldern-Pop ist perfekt.

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Das Spiegelzelt

Wer hinein will, muss sich mitunter stundenlang anstellen. Denn die aus Holz und Glas errichtete Spielstätte fasst nur maximal 800 Zuschauern. [Stefan Reichmann im Interview]

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... war das Spiegelzelt von den Haldern-Macher nur als eine Art Zugabe gedacht. Um Besucher zufrieden zu stellen, die bereits am Donnerstag zum Festival anreisen. Denn das eigentliche Gelände mit der Hauptbühne ist an diesem Tag noch nicht geöffnet.

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Spätestens seit Bands wie die britischen Mumford&Sons oder die amerikanischen Avett Brothers im intimen Rahmen des Halderner Spiegelzelts legendäre Auftritte absolvierten, will jeder in das mit Eichenholz, Samt und Spiegeln im Jugendstil errichtete Zelt hinein - Musiker wie Besucher.

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... das Sportheim stünd in Haldern" schreibt Ingo Neumayer in seinen "Zwölf Zeilen zur Zeit"
über das Haldern Pop. Recht hat er.

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The Villagers: "Becoming a jackal"

Die irische Band um Sänger Conor J. O´Brien gehört in die Kategorie "Wiederholungstäter". Als sie 2010 das erste mal am Niederrhein auftraten, waren sie nicht mehr als ein Geheimtipp für Eingeweihte und spielten im Spiegelzelt. 2013 rockten sie dann als abendlicher Headliner und lockten fast 5.000 Zuschauern vor die Hauptbühne.

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Die Festival-Besucher

Was sind das für Menschen, die sich ihre Haldern Pop-Karte kaufen, bevor überhaupt der erste Band-Name bekannt ist?

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Sophie Hunger

Die Schweizer Musikerin ist mit ihrer Band nach 2010 nun bereits zum zweiten Mal in Haldern zu Gast gewesen.Und sie hat eine ungewöhnliche Erklärung, was dafür verantwortlich sein könnte, dass dieses kleine Festival am Niederrhein so unvergleichlich ist.

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Der Festival-See

Nur ein paar Minuten Fußweg vom Gelände entfernt zieht der See bei schönem Wetter Besucher wie Musiker gleichermaßen an. Während die einen versuchen, ihren am Vorabend erworbenen Kater mit einem erfrischenden Bad zu bekämpfen, spielen die anderen am Ufer Unplugged-Sessions für den den Rockpalast ein. [Stefan Reichmann im Interview]

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Sophie Hunger "The boat is full" (unplugged)

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Stefan Reichmann über das richtige Rezept

"Festivals brauchen Aufmerksamkeitsdirektoren"

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Das 
Haldern Pop ist auch dafür bekannt, Bands einzuladen, bevor sie richtig durchstarten und erfolgreich werden. Franz Ferdinand, Maximo Park, Kate Nash, Muse, Mando Diao, Travis, Mumford&Sons und Jan Delay spielten allesamt am Niederrhein, bevor sie begannen große Hallen zu füllen. Gut möglich, dass in ein, zwei Jahren auch die irische Band "The Strypes" in dieser Reihe aufgezählt wird. Das Foto entstand bei der Autogrammstunde der vier Musiker auf dem Haldern Pop.

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Glen Hansard: "Falling Slowly"

Magische Momente sind natürlich auch auf dem Haldern Pop nicht planbar. Aber vielleicht können sie hier besser als anderswo entstehen. Weil sich Musiker und Zuschauer oft gleichermaßen wohl fühlen. 
Das spontane Duett, als Glen Hansard eine Zuschauerin zum letzten Song auf die Hauptbühne bittet, gehört ganz sicher in die Kategorie "Magischer Moment".

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