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Woher kommt unser Fleisch?

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Rinder sind neugierige und schüchterne Tiere. Sie leben in Herden und haben Freundschaften untereinander. Sie können sich an Gesichter und an Orte erinnern. Sie können Tränen weinen und vor Freude in die Luft springen. Manche Tiere werden über 20 Jahre alt.


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Viele alte Rinderrassen sind verschwunden oder  vom Aussterben bedroht. Behauptet haben sich Holstein-Rind, Angler-Rind, Fleckvieh und Braunvieh. Die beiden letzteren liefern sowohl Milch, als auch Fleisch und heißen deshalb Zweinutzungsrassen.  

Bewährt haben sich auch Fleischrassen wie Limousin, Galloway, Charolais oder Jersey.  Ihr Fleisch hat ein optimales Verhältnis von Muskeln und Fett – die Garantie für leckere Steaks.

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Fleischproduktion und Fleischverzehr in Deutschland

So viel Fleisch isst jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr.

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Wo wir Fleisch kaufen

Mehr als die Hälfte kauft bei Supermarkt und Discounter.

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Von der Ladentheke bis zum Tier lässt sich Rindfleisch leicht zurückverfolgen, so lautet das Versprechen. Die Servicezeit machte den Stichprobentest.

Teil 1: Drei Proben Rindfleisch wurden im Supermarkt und Discounter gekauft. Die Rückverfolgung war jedoch maximal bis zum Schlachthof möglich. Dann verloren sich die Spuren. Herkunftsnachweis? Dreimal Fehlanzeige!  

Teil 2: Drei Proben Rindfleisch wurden beim konventionellen Metzger, im Bio-Supermarkt und im Hofladen gekauft. In allen drei Fällen hat Rückverfolgung funktioniert.

"Woher kommt mein Fleisch?" - Die Reportage

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Wer wissen möchte, woher sein Rindfleisch kommt, muss nachfragen. Die größten Chancen, Auskunft über die Herkunft zu bekommen, hat der Verbraucher

1. in Hofläden
2. auf Selbsterzeugermärkten
3. beim Metzger des Vertrauens
4. in Biohöfen- oder Läden

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Seit der BSE-Krise kann man in Deutschland die Herkunft von Rindfleisch zurückverfolgen. Allerdings nicht bis zu einer „Gruppe von Tieren“ wie es der Gesetzgeber verspricht, sondern nur bis zum Schlacht- und Zerlegebetrieb. 

Herkunftsangaben (Geburt / Mast / Schlachtung)

Betriebsnummer des Schlacht- und Zerlegebetrieb (Buchstaben/Zahlenkombination, z.B. BW 03550)

Firmenname (Kombination aus Buchstaben und Zahlen, z.B. HE-EZ226) 

Hier können Sie die Zulassungsnummern eingeben und so die Betriebe herausfinden
(Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

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Was bedeuten die Stempel?

Rainer Ballmann, Veterinär-Assistent und Klassifizierer, erklärt die Bedeutung der Stempel auf den Rindern.

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5 legale Tricks die Rückverfolgung zu umgehen

Sabine Klein (Verbraucherzentrale NRW) erklärt wie die Hersteller die Rückverfolgung umgehen.

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Konventionelle Haltung
- Enge Ställe erlaubt, über 50% ohne Weidegang
- Futter aus konventionellem Anbau
- Gentechnisch verändertes Futter erlaubt
- Antibiotika-Einsatz erlaubt

EU-Ökoverordnung
- Weidegang oder Auslauf vorgeschrieben
- 100% Biofutter
- Gentechnisch verändertes Futter verboten
- Weitgehender Verzicht auf Antibiotika

Demeter
- Weidegang oder Auslauf vorgeschrieben
-
100% Biofutter, mehr als 50% davon aus eigenem Anbau
- Gentechnisch verändertes Futter verboten
- Einsatz von Antibiotika, Leuistungsförderern und Hormonen nicht zugelassen


Haltungsbedingungen im Vergleich (Verbraucherzentrale Hamburg)



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Tierärztin Dr. Anita Idel über den Haltungsstress von Rindern

Autorin des Buches "Die Kuh ist kein Klimakiller! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können"

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Nach Schätzungen werden in Deutschland etwa 90% der Kälber enthornt. Grund: Gefahr von Verletzungen in den engen Ställen. Das Tierschutzgesetz erlaubt, dass dies bis zur 6. Lebenswoche ohne Betäubung geschehen darf, eine qualvolle Prozedur für die Tiere, deren Hornanlagen ausgebrannt oder ausgeätzt werden.  

Auch bei Bioverbänden wird größtenteils enthornt - in der Regel mit Betäubung und Schmerzmitteln. Der einzige Öko-Verband, der grundsätzlich nicht enthornt, ist Demeter. 

Mittlerweile setzt die Landesregierung NRW auf „hornlose“ Züchtungen. Das ist nicht unumstritten, da den hornlosen Rassen andere gewünschte Merkmale fehlen können.

Merkblätter zum Tierschutz gibt es hier



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Was bedeutet die Enthornung für die Tiere?

3 Experten im Interview: Dr. Anita Idel (Tierärztin), Peter Schad (Bio-Landwirt), Michael Wirtz (Demeter-Landwirt)

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Werbung und Wirklichkeit in der Tierhaltung heute

Dr. Anita Idel (Autorin des Weltagrar-Rates) erklärt, wie es den Tieren wirklich geht.

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Laut § 13 Absatz 1 der Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) müssen Tiere so betäubt werden, „dass sie schnell unter Vermeidung von Schmerzen oder Leiden in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs- und Wahrnehmungslosigkeit versetzt werden.“  

2013 wurden in Deutschland knapp 3,5 Mio. Rinder geschlachtet. Die Bundesregierung veröffentlicht am 15. Juni 2012 die Drucksache 17/10021. Ein schockierendes Dokument: 
Etwa 200.000 Rinder werden jedes Jahr geschlachtet, ohne ausreichend betäubt worden zu sein. Der Grund: Die industrielle Tötung. Durchschnittliche Schlachtzeit pro Rind: 45 Sekunden.     

Hier können Sie das Dokument herunterladen


[Foto: Jürgen Schmücking]


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Was sagen Schlachter und Landwirte zur Schlachtung?

Peter Müller (Schlachtermeister), Peter Schad (Bio-Landwirt), Hermann Schmitz (Bio-Landwirt) und Michael Wirtz (Demeter-Landwirt) im Interview.

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Worauf Metzger beim Fleischeinkauf achten

Metzgermeister Klaus Werner erklärt, wovon die Fleischqualität abhängt.

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Rindfleisch als globale Handelsware

Wir produzieren mehr Rindfleisch, als wir verbrauchen. Von über einer Million Tonnen Rindfleisch gehen mehr als ein Drittel in den Export.

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Fleisch für die Welt – die globale Dimension

Martin Hofstetter, Landwirt und Greenpeace-Experte, über die Fleischproduktion in Deutschland und ihre weltweiten Folgen.

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Weniger Fleisch ist mehr

Sabine Klein (Verbraucherzentrale NRW) rät Verbrauchern zu einem bewussteren Fleischkonsum.

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Der Versuch rauszufinden, woher unser Fleisch kommt, war schwierig. Das Versprechen, die Rinder bis zu einer Gruppe von Tieren zurückverfolgen zu können, wird nicht eingehalten.

Wer wirklich wissen will, woher sein Fleisch kommt, muss genau nachfragen, vielleicht sogar selbst den Hof besuchen, wo der Metzger des Vertrauens oder der Bio-Händler seine Tiere kauft.

Denn artgerechte Haltung und stressfreie Schlachtung haben ihren Preis. Jeder Verbraucher muss selbst entscheiden, ob er den bezahlen möchte. Doch eins ist bei unserer Recherche klar geworden: Je billiger das Fleisch, desto größer ist das Leiden der Tiere.

"Woher kommt mein Fleisch?" - Die Reportage

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