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Sportwetten - So funktioniert der große Betrug

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Unvorstellbare Dimensionen

Kaum eine Branche wächst so rasant wie die der Sportwetten.
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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Wo gewettet wird, ist Betrug nicht weit. Das gilt auch für den Sport. Dass die gewetteten Summen weltweit zunehmen, steigert das Problem immer weiter.

Sport inside blickt in diesem Multimedia-Beitrag auf drei Beteiligte:

Die Hintermänner: Wettbetrug ist längst ein globales Phänomen mit mafiösen Strukturen - und dreisten Tricks.

Die Manipulierer: So geraten Sportler und Schiedsrichter in die Fänge der Wettbetrüger.

Die Wettanbieter: Sie sind Geschädigte - aber Probleme gibt es vor allem auf dem asiatischen Markt.

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Sie organisieren den Betrug, bestechen Sportler und Schiedsrichter, machen die großen Gewinne: die Wettbetrüger hinter den Kulissen. Längst agieren dort nicht nur Gelegenheitstäter, sondern auch internationale Syndikate mit mafiösen Strukturen, zum Beispiel aus Asien, Europa oder Südamerika.

Wettbetrug ist enorm lukrativ, zieht aber eher geringe Strafen nach sich, vor allem im Vergleich zu anderen illegalen Geschäftsfeldern wie etwa Drogenhandel. Das macht Wettbetrug auch für die organisierte Kriminalität so interessant - berichtet ein Insider. Und ein Wissenschaftler erklärt, wofür die Mafia Sportwetten auch noch nutzt.

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"Es wird immer schlimmer"

Ein Wettbetrüger, der anonym bleiben will, verrät Details (Stimme nachgesprochen).
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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Geldwäsche mit Sportwetten

Ingo Fiedler von der Universität Hamburg über die Art und Weise, wie die organisierte Kriminalität Sportwetten für Geldwäsche nutzt.
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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Ermittler haben in den vergangenen Jahren Erfolge gefeiert. Große Prozesse wie der in Bochum zum Skandal im Fußball ermöglichten neue Einblicke in die Arbeitsweise der Wettbetrüger.

Die Zocker haben reagiert, sind zum Beispiel laut Insiderberichten bei der Auswahl der Komplizen vorsichtiger geworden. Und sie haben Tricks, für die sie gar keine Handlanger benötigen.

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"Nur noch mit Vertrauenspersonen"

Ein Wettbetrüger berichtet anonym über die Zusammenarbeit mit Schiedsrichtern (Stimme nachgesprochen).
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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Geisterspiele

Eine Masche der Wettbetrüger: Fingierte Spiele, die gar nicht stattgefunden haben.
Quelle: Sportschau (12.10.2013) 

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Jede Sportart, auf die gewettet wird, ist gefährdet. Große Skandale gab es unter anderem im Basketball, Handball, Cricket.

Besonders attraktiv für Wettbetrüger sind Einzelsportarten, denn dort brauchen sie nur einen bestochenen Beteiligten, um fast volle Kontrolle zu haben. Enorme Probleme hat Tennis: Mittlerweile kommen 80 Prozent aller verdächtigen Sportereignisse in Bezug zu Wettmanipulation aus dem "weißen Sport". Alleine 2016 standen 292 Matches unter Verdacht.

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Tennisspieler unter Verdacht

Der Verdacht auf Wettmanipulationen begleitet den Tennissport schon lange.
Quelle: Sport inside (07.05.2017)

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In Deutschland aber sorgen vor allem Fälle für Schlagzeilen, die den hiesigen Volkssport Fußball betreffen. Beispielsweise ist Ante Sapina als Wettbetrüger zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt: 2005 gemeinsam mit Schiedsrichter Robert Hoyzer und 2009 im Zuge der großen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum. Er wird 2014 zu fünf Jahren Haft verurteilt. 

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Ohne sie wären die meisten Wettbetrügereien nicht möglich: Sportler und Schiedsrichter. Es finden sich immer wieder Protagonisten aus allen Sportarten, die Spielausgänge manipulieren, weitere Beteiligte anstiften oder für bestimmte Vorkommnisse zu abgesprochenen Zeitpunkten sorgen.

Damit konterkarieren sie das, wofür sie eigentlich stehen sollen: Fairplay, Sportsgeist und Ehrgeiz. Wenn sie auffliegen, ist ihr Ruf ruiniert. Warum aber betrügen manche trotzdem?

Tennisprofi Philipp Petzschner, der ehemalige Fußballer René Schnitzler und der Ex-Mafiaboss Michael Franzese berichten von verlockenden Angeboten, Spielsucht - und Erpressbarkeit durch Schulden.

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Kleine Preisgelder, große Offerten

Tennisprofi Philipp Petzschner über verlockende Angebote für schlecht verdienende Profis.
Quelle: Sport inside (07.05.2017)

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"Wie ein Junkie dem Zocken verfallen"

Der ehemalige Fußballer René Schnitzler hat Geld von Wettbetrügern angenommen - und berichtet über seine Spielsucht.
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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"Sie verstricken sich in Wettschulden"

Der ehemalige New Yorker Mafiosi Michael Franzese berichtet, wie sich Sportler erpressbar machen.
Quelle: Sport inside (08.06.2009)

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Einmal in den Fängen der Mafia, gibt es kein Zurück mehr. Selbst wenn der Sportler alle Schulden getilgt hat, bleibt er durch seine krummen Geschäfte erpressbar.

Und auch wenn der Betrug auffliegt, geht es weiter. Denn wer gesteht und in Verdacht gerät, gegenüber Ermittlern Namen zu nennen, lebt gefährlich.

So berichtet zum Beispiel der Ex-Profi Carlo Gervasoni, der im aktuellen italienischen Wettskandal als Kronzeuge auftritt, von Einschüchterungsversuchen.

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Erlebnisse eines Kronzeugen

Der ehemalige italienische Fußballprofi Carlo Gervasoni berichtet von Einschüchterungsversuchen.
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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Sportwetten sind weltweit ein Milliardengeschäft. Heute können Wetter 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf der ganzen Welt Sportwetten platzieren. In Deutschland stiegen laut dem Finanzministerium die Steuereinnahmen aus Sportwetten 2016 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 28 Prozent an. Daraus lassen sich Wetteinsätze in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro in Deutschland ableiten.

Die seriösen europäischen Wettanbieter gehen gegen Wettbetrug vor, arbeiten immer wieder mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Sie können Spiele bei verdächtigen Wettbewegungen auch vom Markt nehmen - den Schaden dadurch aber nicht verhindern.

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Auszahlungen trotz Verdacht

Christian Gruber, Geschäftsführer von Tipico, über Auszahlungspflicht selbst im Verdachtsfall.
Quelle: Sport inside (24.11.2014)

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Wetten auch in unteren Ligen

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Ein Problem ist aber auch, dass manche Anbieter untere Ligen und Wettbewerbe im Programm haben. Schlecht bezahlte Sportler, kaum öffentliches Interesse - die Bedingungen für Manipulationen sind dort besonders gut.

Eine weitere Steilvorlage: Live-Wetten auf kleine Details. Wer gewinnt den nächsten Satz? Wie wird das nächste Tor erzielt? Gibt es in der regulierten Spielzeit einen Elfmeter? Für die großen Betrüger lohnen sich solche Wetten zwar meist nicht, weil sie keine großen Summen setzen können. Aber Wettbetrüger können mit den gut manipulierbaren Detailwetten Sportler leichter ködern.

Für die großen Betrüger ist vor allem der asiatische Wettmarkt interessant. Denn dort können sie fast ohne Limits Gelder platzieren.

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Der riesige asiatische Wettmarkt

In Asien sind Sportwetten enorm populär - auch bei illegalen Anbietern.
Quelle: Die Story im Ersten (02.03.2016)

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"Es hat sich nichts geändert"

Mario Cvrtak saß wegen Wettbetrugs in Haft - und sieht keine Verbesserung in der Fußballwelt.
Quelle: Sport inside (05.03.2017)

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Weiterhin Arbeit für die Ermittler

Immer noch enorme Gewinne möglich: Wolfgang Seiler, Kriminaldirektor des BKA, sieht kein Ende beim Phänom Wettbetrug.
Quelle: Sport inside, (21.04.2015)

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