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Spielplatz für alle

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60 internationale Teilnehmer haben drei Tage Zeit, um die Welt ein wenig schöner zu machen. Oder wenn schon nicht die Welt, dann wenigstens Witten.

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Autokorso durch Witten

Bei der Eröffnungszeremonie präsentieren sich die Teams den schaulustigen Wittenern.

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Noch 72 Stunden: 60 Teilnehmer aus 12 Ländern kämpfen Ende Juli um die Weltmeisterschaft in spielbarer Architektur 2014. Der Ort: Witten. Das Ziel: auf einem öffentlichen Platz ein Bauwerk zu errichten, das den gemeinsamen Raum lebenswerter macht – in drei Tagen.

Die internationalen Teams wurden von den Organisatoren zusammengestellt und jeweils nach einer der Ruhrtal-Städte benannt (Hattingen, Wetter, Hagen, Herdecke, Witten) – die Teilnehmer kennen sich nicht. Ob Architekt, Stadtplaner, Künstler, Handwerker oder Spieledesigner – jeder muss seine speziellen Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen, um sein Team zum Weltmeister zu machen.

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Zu Beginn des Wettkampfs ziehen die Teams ihre „Mission“ – darin wird ihnen mitgeteilt, wo sie ihr Bauwerk in Witten errichten dürfen und mit welchen Anwohnern sie Kontakt aufnehmen können, um mehr über den Ort zu erfahren.

Das Team der Herdecke Sawhorses hat seine Aufgabe bekommen. Das Projekt: der Karl-Marx-Platz, ein vernachlässigter Ort am Rand der Wittener Innenstadt. Das Motto des Bauwerks: Remember the Future. Alle weiteren Informationen finden sie vor Ort.

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Der Platz im Dornröschenschlaf

Marie Sammet, Raumplanerin aus Witten, ist die einzige Teilnehmerin mit einem Heimvorteil.

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Die Herdecke Sawhorses – zu deutsch etwa: die Sägeböcke – kommen aus vier Nationen: Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Wir begleiten das Team während der 72 Stunden.




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Die übrigen vier Teams arbeiten auf anderen öffentlichen Plätzen in der Innenstadt von Witten. Jede Gruppe hat nur ein knappes Budget, um ihr Bauvorhaben zu realisieren. Am Ende der 72 Stunden heißt es „Tools Down“ – auf deutsch: Arbeitsstopp. Eine Jury wird dann jedes Projekt bewerten.

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Spiel mit der Zeit

Jirka Wolff, Produktdesigner, erklärt die ersten Ideen und Entwürfe für das Bauprojekt seiner Gruppe.

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Während der drei Tage leben alle Teilnehmer in der Breddeschule – hier wird geschlafen, gefeiert und gearbeitet.

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Zwischen Hängematte und Kreissäge

Greg Foster, Game Designer aus Manchester, beschreibt die speziellen Herausforderungen dieser WM. Der Berliner Designstudent Mathias Burke fürchtet allein den Schlafmangel.

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Drei Organisatoren, eine WM:

72 Hour Urban Action aus Tel Aviv – die Erfinder des Wettbewerbs haben 2010 das erste Mal internationale Teams gegeneinander antreten lassen.

Urbane Künste Ruhr hat die Idee der spielbaren Architektur in diesem Jahr ins Ruhrgebiet geholt.

Sie kooperieren dabei mit Invisible Playground – die Designer aus Berlin machen Kunst, mit der man spielen kann. Gründungsmitglied des „unsichtbaren Spielplatzes“ ist Sebastian Quack – für ihn ist die WM eine Inspiration für die Stadtplanung der Zukunft.

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„Reißt es bitte nicht ab!“

Sebastian Quack, Spieleforscher und Organisator der WM, spricht über die Vorteile kleiner Archtiktekturprojekte, die eine Stadt verschönern können.

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Detailverliebt trotz Zeitdruck: Die Sawhorses versenken die Nagelköpfe, damit sich keiner an ihrem Projekt verletzt. Sie planen einen Parcours komplett aus Holz, der sich der Form des Platzes anpassen soll. Dafür haben sie eingekauft:

- 15 große Sperrholz-Platten
- 2 Kartons Spraydosen
- Balken und Paletten vom Recyclinghof

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Eine komplizierte Konstruktion

Mathias Wunderlich, Techniklehrer aus Oberhausen, über das Bauwerk und seine Entstehung.

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Nachbarschaftsdienste: Viele Anwohner unterstützen das Kunstprojekt in ihrer Freizeit. Einer von ihnen ist Haimo Hurlin. Der Wittener blickt von seinem Arbeitszimmer direkt auf den Karl-Marx-Platz. Er hilft der Gruppe mit Bier, Kuchen, Strom und Infos zur Geschichte seines Wohnorts.

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„Es muss etwas passieren“

Anwohner Haimo Hurlin freut sich über die neuen Perspektiven am Karl-Marx-Platz.

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Hiobsbotschaft am Abend: Die Polizei hat die Weiterarbeit auf dem Schulhof nach 22 Uhr verboten – wegen Ruhestörung. Die Maschinen stehen still. Der vorzeitige Abbruch?

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„Besuch von der Polizei“

Angelika Weissheim, Architektin aus Berlin, ist genervt von der unfreiwilligen Pause für die Sawhorses.

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Trotzdem Nachtschicht: Vier Teilnehmer können mit den Holzarbeiten in einer anderen Werkstatt weitermachen, vier arbeiten auf dem Karl-Marx-Platz – die übrigen sammeln Energie für den Endspurt.

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Langsam ist etwas auf dem Platz zu sehen, Passanten bleiben stehen und schauen sich um. Was halten sie von dem, was da entsteht?

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„Ein echter Hingucker“

Was Passanten über die Installation am Karl-Marx-Platz sagen.

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Die letzten Meter

Die Sawhorses zwischen Zuversicht und Hektik.

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Kurz vor Ablauf der 72 Stunden erscheint die offizielle Zeitnehmerin. Sie spricht über Funkgerät mit ihren Kollegen an den anderen Spielstätten – der finale Countdown rückt näher.

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Der Countdown

Die letzten Sekunden vor Abpfiff.

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„Race the Future“, Wettlauf mit der Zukunft, heißt das fertige Bauwerk der Sawhorses.

Auf dem Parcours durchlebt der Spieler ein ganzes Leben: Am Anfang bewegt er sich wie ein Säugling auf allen Vieren, am Ende gebeugt wie ein Greis – und zwischendurch muss er immer wieder zurückblicken.

Als Erster begibt sich Juror Eric Zimmerman auf die Strecke  – denn um sich eine Meinung bilden zu können, muss man das Spiel schließlich auch ausprobieren.




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Der finale Test

Juror Eric Zimmerman turnt durch den Parcours der Sawhorses.

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„Das hätte ich mir nicht träumen lassen.“

Katja Aßmann, Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr und Jurorin bei der WM, lobt die professionelle Bauweise des Projekts der Sawhorses.

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Feier über Wittener Dächern: Die Preisverleihung findet auf dem Parkdeck eines Einkaufszentrums statt. Die Teilnehmer kommen ein letztes Mal zusammen, um geschlossen vor die Jury zu treten. Der Pokal steht schon bereit.

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Über den Dächern von Witten

Alle können die Besten sein, aber nur ein Team kann gewinnen.

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„Incredibly impressive” – Unglaublich beeindruckend

Eric Zimmerman, Spiele-Designer aus New York und Juror, ist beeindruckt von den guten Ideen, der Zusammenarbeit in den Gruppen und den kreativen Bauwerken, die die Teilnehmer in nur 72 Stunden gebaut haben.

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Nicht nur die Gewinner haben in der kurzen Zeit ihre Ideen umgesetzt:

Das Team Hagen Bilder hat auf sehr engem Raum eine erfahrbare Grenze gestaltet. Die Jury lobt vor allem das Spiel mit Nähe und Distanz. An einer Wand mit großen Knöpfen kann interagiert werden, ohne sein Gegenüber zu sehen.

Im Inneren der Skulptur befinden sich zwei Plätze, die nur über einen dünnen Spalt verbunden sind. Für das Maximum an körperlicher Nähe haben die Künstler an der Außenwand sogar einen Kuschelplatz installiert. Ein Kunstverein aus Witten will der Installation nun eine dauerhafte Heimat geben.

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Direkt am Hauptbahnhof hat das Team Witten Truffel Pigs sein Bauwerk errichtet. Die passende Mission: ein Ort, an dem man sich verlieren kann – ohne Ziel, Hektik oder Abfahrtszeit.

Die Jury hat den Gang durch das Labyrinth als bestes Erlebnis dieser Weltmeisterschaft ausgezeichnet. Doch viele Wittener werden diese Erfahrung nicht teilen können. Die Unwetter in der folgenden Woche haben die Installtion zerstört. Sie musste von den Veranstaltern demontiert werden.

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Die Hattingen Dragon Slayers haben sich den Fußball als Verbindungsbrücke für eine interkulturelle Kommunikation ausgesucht. Da beim Sport nicht alle Menschen in der Lage sind, gleichwertig teilzuhaben, hat sich die Gruppe für ein riesiges Tischfußballspiel entschieden – mitten in der Wittener Einkaufszone. Die Jury ist sich einig: die beste Einbindung der Öffentlichkeit.

Bei einem Platzregen kurz nach dem Wettbewerb wurde das Projekt allerdings beschädigt. In einem Jugendzentrum wird der Kicker nun repariert und soll für Familienfeste wieder einsatzbereit sein.

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Ein hölzerner Würfel klingelt, in einer anderen Box rumort es, die nächste löst eine Kettenreaktion aus. Für die Jury hat das Team Better Wetter seine Aufgabe hervorragend gelöst – es hat das mysteriöseste Projekt der Weltmeisterschaft geschaffen.

Als einziges Projekt sollen die Würfel an ihrem Ort bleiben – die Kleingärtner des Breddegartens haben zugesagt, auf die Kunst aufzupassen.

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Und was hat unser Team am Karl-Marx-Platz hinterlassen? Kuchenkrümel, Trubel und mehr Leben. Die Installation der Herdecke Sawhorses hat Nachbarn und Anwohner angezogen und ins Gespräch gebracht.

Aber nur wenige Tage nach dem Finale lief der Versicherungsschutz ab und die Stadt musste den Parcours sperren. Wo das Gewinner-Projekt in Zukunft stehen kann, ist noch nicht geklärt. Die Stadt hat sich aber bereit erklärt, das Objekt bis dahin sicher einzulagern.

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