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Los geht's

Laos Tagebuch

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Augen verbunden und mit dem Jeep losgedüst. Vier Autostunden nördlich von Nong Khiaw wird es ernst für Jenny und Sascha: Sie sind allein im Dschungel von Laos und müssen sich durchschlagen. Ohne Sprachkenntnisse und mit den harten Spielregeln von "Traust du dich".

Zum Glück erreichen sie nach 6 Kilometern das abgelegene Dorf in den Bergen vom Stamm der Hmongs. Dorthin verirrt sich fast nie ein Tourist.
Die Besucher staunen über die Gastfreundschaft, das einfache Leben dort und über die religiösen Rituale, denn die Hmongs sind Animisten und glauben an eine beseelte Natur.

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Ausgesetzt im Dschungel

Jenny und Sascha irgendwo in Laos. Wo genau? Müssen sie rausfinden und treffen dabei auf ein Dorf des Hmong-Stamms, das sie aufnimmt.

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Die Reiseroute

150 km quer durch Laos nach Luang Prabang liegen vor dem Dülmener Paar.

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Die Reiseroute

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Hmongs sind eines von vielen Bergvölkern in Laos. Hmongs leben aber auch in Südchina und Vietnam. Schätzungen zufolge gibt es rund 5 Millionen Hmongs insgesamt. Während des Vietnamkriegs kooperierten viele von ihnen mit dem amerikanischen Geheimdienst. Mit fatalen Folgen: Nach der kommunistischen Machtübernahme verschwanden viele in Umerziehungslagern, andere suchten Schutz in den laotischen Bergen weit weg von aller Zivilisation. Dort leben bis zu 20.000 von ihnen, vermuten Hmongs, die in die USA geflüchtet sind. In der Kultur der Hmongs spielt die Familie eine bedeutende Rolle und die Stammeszugehörigkeit.

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Morgens Aufbruch aus dem freundlichen Bergdorf. Clanchef Dao begleitet die Wanderer ein Stück, denn selbst mit Karte wären Jenny und Sascha hier verloren. Zwölf Kilometer liegen vor ihnen und: Sie müssen von 1.200 auf 600 Höhenmeter runter. Sie kommen an ihre Grenzen. Auch, weil sie viel zu viel Gepäck mit sich rumschleppen.
Nachmittag in Ban SopKong, dem Tages-Ziel, aber der Tracker zeigt: Drei Kilometer sind die Dülmener Abenteurer entfernt, aber in einer Stunde wird es dunkel. Sorge beim Team von Traust du dich. Jenny und Sascha müssen sich etwas einfallen lassen, um es ins Dorf am Ou-Fluss zu schaffen. Das ist für seinen Ginseng- und Reisanbau bekannt und für die Herstellung scharfer Macheten und der besten Boote weit und breit - alles gefertigt aus Bombenschrott.

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Bergetappe mit Hindernissen

Clanchef Dao begleitet die Dülmener ein Stück durch den Dschungel ohne ihn wären sie verloren auf der ohnehin sehr harten Tour.

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Von den Bergen ins Tal

Schmale Wege, viele Höhenmeter: Der Weg nach Ban Sop Kong ist hart.

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Nach einer kleinen Shopping-Tour der besonderes Art geht es nach Nong Khiaw. Nicht zu Fuß, sondern per Boot. Auf dem Nam Ou treffen sie auf ungeahnte Hindernisse: Wasserbüffel liegen in der Fahrrinne! Während der sechs Stunden gibt es Paartherapie im Ruderboot und Gesangseinlagen von Jenny, mit denen sie das ganze Tal unterhält.
Nong Khiaw ist eine kleine Stadt am Nam Ou im Norden von Laos. Es gibt sogar Hotels und Restaurants.

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Flussfahrt auf dem Ou

Shoppen mit dem Piktogramm und im Ruderboot um Wasserbüffel navigieren: Wieder Abenteuer für Jenny und Sascha.

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Auf dem Weg nach Nong Khiaw

Per Boot lässt sich die Kleinstadt Nong Khiaw am besten erreichen.

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Jenny und Sascha ist das Geld ausgegangen, sie müssen sich einen Job suchen. Die Chancen im touristischen Nong Khiaw sind dafür nicht schlecht. Herr Feua hat zwar eine solche Anfrage auch noch nicht von Reisenden erlebt, aber er hat eine Idee: Am wunderschönen Aussichtspunkt liegt einfach zu viel Müll herum, den Besucher achtlos zurück gelassen haben und den sollen die Dülmener nun einsammeln. Ganz ungefährlich ist das nicht, denn im Dschungel verbergen sich noch jede Menge Minen aus dem Vietnamkrieg. Jenny und Sascha sind in einer der am stärksten bombadierten Gegenden unterwegs. Die Bezahlung ist für laotische Verhältnisse sehr gut: 60.000 kip bekommen sie, das sind sechs Euro.

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Deutsche Gastarbeiter

Kein Geld mehr - Jenny und Sascha bitten bei Herrn Fuea um einen Job und dürfen Müll sammeln - mitten im Minengebiet.

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80 Millionen Bomben fielen während des Vietnam-Kriegs auf Laos. Über eine halbe Million Angriffe flogen die Amerikaner über Laos. Im Boden befinden sich noch heute viele scharfe Minen - trauriger Weltrekord. Immer wieder passieren auch tödliche Unfälle. Im Hotel hier Nong Khiaw steht dieser Blindgänger mit einer Inschrift als Mahnmal.

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Jenny und Sascha brauchen eine Pause und lassen es sich gut gehen in Nong Khiaw. Ob das so eine kluge Idee ist? Schließlich ist schon die Hälfte der Zeit herum und sie haben noch nicht einmal ein Drittel des Weges geschafft. Was, wenn der Flieger in fünf Tagen ohne sie startet? Jenny und Sascha kümmert das erstmal nicht. Sie sehen sich den Ort an und buchen Massage und Sauna im Spa ihres Arbeitgebers vom Vortag. Der hat dann noch eine besondere Überraschung für sie - Jenny ist zu Tränen gerührt.

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Baci - eine ganz besondere Zeremonie

Das buddhistische Ritual ist in Laos weit verbreitet. Jenny ist gerührt.

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Jennys und Saschas Arbeitgeber Feua hatte dem frisch verheirateten Paar aus Dülmen ein Baci organisiert. Das ist ein buddhistisches Ritual, das in Laos weit verbreitet und eine der wichtigsten Zeremonien dort ist. Beim Baci werden die Menschen gesegnet, es wird um Glück, Kraft und Gesundheit gebetet für alle Anwesenden und deren Kinder, egal, ob schon geboren oder noch nicht. Ein besonderer Moment für Jenny, die sich sehnsuchtsvoll ein Baby wünscht.

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Zwischenbilanz: 38 Kilometer sind geschafft, 112 müssen noch bewältigt werden - in derselben Zeit! Jenny und Sascha starten früh am Morgen in den Dschungel. Sie sind ganz auf sich allein gestellt, müssen viel Strecke machen. Denn die alten Pfade der Widerstandskämpfer sind der kürzeste Weg zum Ziel. Es gäbe auch eine Straße nach Lung Prabang, doch den Transport können sie sich nicht leisten. Der Stress bleibt da nicht aus. Und: Sie müssen im Dschungel übernachten. Das ist eine ganz neue Herausforderung für das an Luxusurlaub gewöhnte Paar. Ihr Quartier finden die Dülmener in einem kleinen Weiler zwischen Schweinen, Hühnern und Kakerlaken.

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Halbzeit

Die Hälfte der Zeit ist um, aber noch nicht einmal ein Drittel des Weges geschafft: Jenny und Sascha müssen sich sputen und haben richtig Stress miteinander.

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Übernachtung in den Bergen

In den kleinen Weiler Ban Moklok hat sich wohl auch noch kein Tourist verirrt. Jenny und Sascha werden herzlich aufgenommen.

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Jenny und Sascha haben im Dschungel geschlafen, sich im Fluss gewaschen und Reis mit Chilisauce gefrühstückt. Jenny lässt Gepäck zurück, denn der Weg ist nach wie vor weit: Bestens gelaunt verschenkt sie Tücher an die gastfreundlichen Bauersfrauen. Der Weg zum  nächsten Etappenziel am Xeng-Fuss wird immer noch beschwerlicher und kräftezehrender, die beiden kommen an ihre Grenzen. Sascha lässt sich von Jennys Elan nicht anstecken, und auch das erfrischende Bad im Xeng-Fluss zur Belohnung stimmt ihn nicht wieder fröhlich.

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Rheinischer Frohsinn im Dschungel von Laos

Abschied von den freundlichen Bauersfrauen mit einem Karnevalshit, dann wandeln Jenny und Sascha weiter auf den Pfaden der Widerstandskämpfer.

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Und während des weites Wegs von Jenny und Sascha hören wir uns mal die Nationalhymne von Laos an. Der Text lautet in etwa:

Seit jeher hat das Volk von Laos sein Vaterland gerühmt.
Vereint in Herz, Geist und Kraft entschlossen, sich nach vorne zu bewegen, die Größe des laotischen Volks zu würdigen und zu mehren und dabei das Recht zu beanspruchen, sein eigener Herr zu sein.
Die Menschen von Laos, egal welchen Ursprungs, sind gleich.
Sie werden nicht länger den Imperialisten und Verrätern erlauben, ihnen zu schaden.
Das ganze Volk wird die Unabhängigkeit schützen und die Freiheit der laotischen Nation.
Es ist entschlossen, für den Sieg zu kämpfen, um die Nation zu Wohlstand zu führen.

 

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Camperidylle am Xeng-Fluss mit Frühstück unter freiem Himmel. Doch die Probleme haben sich trotz aller Romantik nicht geändert: Viel Weg liegt noch vor ihnen und in der Kasse ist auch schon wieder Ebbe. Die Lösung: ein preiswertes Transportmittel. Das bauen Jenny und Sascha zusammen mit den Menschen aus Ban Hatit, die damit am nächsten Tag eine Ladung Bambus nach Luang Prabang bringen wollen, dem Ziel von Jenny und Sascha. Aber handwerkeln kann auch seine Tücken haben, wie Sascha schmerzlich feststellen muss.

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Floßbaumeister

Kein Geld, weiter Weg: Jenny und Sascha heuern als Floßbauer an und hoffen auf einen schnellen, kostenlosen Transport. Leichter gesagt als getan:

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Egal welche Mahlzeit, Suppe gibt es in Laos immer, sogar schon zum Frühstück. Ansonsten ist der traditionelle Klebereis das wichtigste Lebensmittel. Zum Würzen steht eine Fischsoße stets bereit, und viele Kräuter, wie Koriander, Thai-Basilikum, Minze, Ingwer, Limettenblätter und Chilis kommen zum Einsatz. Auch Nudeln und leicht gedünstetes Gemüse sind weit verbreitet und Fleisch oder Fisch. Dabei wird möglichst das ganze Tier verwertet. Viele Früchte sorgen für eine süße Abwechslung, zu Trinken gibt es meist grünen Tee. Eine Besonderheit ist, dass alle Speisen gleichzeitig auf den Tisch kommen.

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Hochzeitstag für Jenny und Sascha. Der verflixte siebte. Aber nicht Jahre, sondern erst Monate. Sie sind noch in ihrer stürmischen Phase, was auch ihre kleinen Scharmützel miteinander zeigen. Dazu passend das Tagesprogramm: eine Fahrt auf dem recht wackeligen Floß den gar nicht so zahmen Xeng-Fluss hinab. Seit  die Chinesen flussaufwärts einen Staudamm gebaut haben, führt er längst nicht mehr so viel Wasser. Außerdem lauern hier auch wieder Hindernisse. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um Luang Prabang noch rechtzeitig zu erreichen.

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Stürmischer Hochzeitstag

Der Xeng-Fluss sieht harmlos aus, aber er hat es in sich. Jenny und Sascha auf stürmischer Fahrt mit Hindernissen.

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Letzte Etappe

Auf dem Xeng-Fluss per Floß von Ban Hatit nach Luang Prabang.

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Je näher Jenny und Sascha ihrem Ziel Luang Prabang kommen, umso mehr verändert sich die Landschaft. Sie verlassen die unberührte Natur des Dschungels. Die Landschaft wird zunehmend trostloser - auch Spuren der Chinesen, die sich die Schätze des Landes wie Gold und Tropenholz, aber auch Wasser angeeignet haben. Statt Bambushütten werden es immer mehr Steinhäuser, sie sehen zunehmend Stromkabel und Satellitenschüsseln.

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Geschafft. Rechzeitig erreichen Jenny und Sascha Luang Prabang. Die Stadt mit dem prächtigen Königspalast und Tempelanlagen, die zum Weltkulturerbe gehören, ist der Hauptgrund für Touristen, nach Laos zu kommen. Jenny und Sascha gehen lieber shoppen und freuen sich darüber, dass sie ihr Abenteuer bestanden haben und - über eine schöne Unterkunft zum Abschied. Die liegt direkt am Mekong und bietet nach zehn entbehrungsreichen Tagen unfassbaren Luxus: fließendes Wasser warm und kalt, richtige Betten, die sauber sind und Wlan.

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Endlich Luxus!

Jenny und Sascha haben es geschafft und rechtzeitig Luang Prabang erreicht. Doch nach den Tempeln - immerhin Weltkulturerbe - steht ihnen nicht der Sinn. Aber sie genießen den Sonnenuntergang am Mekong.

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