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Jung. Deutsch. Jüdisch.

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Er redet mit seinen Kumpels über Mädchen. Sie quatscht mit ihren Freundinnen über Jungs. Wohin sie in den nächsten Schulferien fahren. Und überhaupt: Was eigentlich nach der Schulzeit kommt. Judith und Lionel sind jung. Und sie sind jüdisch. Eine "Minderheit", sagen sie. Und meinen es durchaus positiv.
Die Multimedia-Reportage von HIER UND HEUTE zeigt, was es heißt als jüdischer Jugendlicher in Deutschland zu leben.

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Etwa 250.000 Juden leben heute in Deutschland. In Berlin, München und Düsseldorf befinden sich die größten Stadtgemeinden - mit jeweils ein paar tausend Mitgliedern. Es sind sogenannte Einheitsgemeinden, die unter einem Dach unterschiedliche religiöse Ansichten des Judentums vereinen: orthodox, liberal oder konservativ.

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...so würde sich Lionel Reich mit nur drei Worten beschreiben. Lionel ist 17 Jahre alt, lebt in Köln, steht kurz vor dem Abitur. In seiner Freizeit gibt er nur zu gern den Entertainer. Zu Hause hingegen wird diskutiert, was er mit seiner Zukunft anfangen soll. Lionel ist ein ganz normaler Jugendlicher. Fast.

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Freude am Glauben

Gemeinsam beten - mit viel Spaß an der Sache - das ist für Lionel das Besondere am Judentum.

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Lionel ist gläubig. Als religiös würde er sich aber nicht bezeichnen. Denn er lebt nicht streng nach den Vorschriften der Thora. Die Currywurst muss für ihn nicht unbedingt koscher sein.

Für uns ist er aber gern in die typische jüdische Gebetskleidung geschlüpft: Tallit (Gebetsmantel), Tefilla (Gebetsriemen) und Kipa (Käppchen).





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Seine Kipa

... trägt Lionel nicht immer. Und das hat seine Gründe.

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"Meine Familie hat mich gelehrt: Sei stolz, dass du jüdisch bist und versteck das nicht."

Wer Judith Steinhauer kennenlernt, der ist einen Moment wie gebannt. Ganz selbstverständlich strahlt sie Stärke und Wärme aus. Auch sie ist 17 Jahre alt. Lebt in Köln - gemeinsam mit ihrer Mutter und älteren Schwester ... in einer eingeschworenen Gemeinschaft. Später würde sie gern als Kinderpsychologin arbeiten. Bis es soweit ist, tut sie vor allem eines: Fragen stellen.

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Glaube

...spielt in Judiths Leben eine entscheidende Rolle. Durch ihn hat sie gelernt, die Welt zu hinterfragen.

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Als sie fünf Jahre ist, geht Judith das erste Mal in ein jüdisches Jugendzentrum. Heute betreut sie dort selbst die Jüngeren.

In ihr Leben versucht sie, die Vorschriften des Judentums zu integrieren - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Eine zeitlang trägt sie zum Beispiel nur wadenlange Röcke, bedeckt Schultern und Dekolleté. Sie findet es schön, dass ihre Religion sie auf diese Weise zu "beschützen" versucht.

Was sie am meisten am Judentum schätzt? Gemeinschaft!

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Die jüdische Gemeinschaft

... bestärkt Judith in ihrem Glauben und ist ein ganz wesentlicher Teil ihrer Persönlichkeit.

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Ein Song Contest nur für jüdische Kinder und Jugendliche - das ist die Jewrovision. Ein mittelgroßes Spektakel zu dem über 1.000 jüdische Jugendliche samt Anhang aus ganz Deutschland anreisen.

2015 hat Köln die Jewrovision ausgetragen. Auch Judith und Lionel waren mit dem Kölner Jugendzentrum "Jachad" dabei. Nach einem Doppelsieg in den Vorjahren wollten sie das Triple holen - mit einer Mischung aus jüdischem Geist und moderner Popkultur.

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Rapper Ben Salomo

... wächst als Jude im Berliner Problembezirk Schöneberg auf. Bei der Jewrovision unterstützt er die jüdischen Kids als Moderator und Juror.

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Mit diesem Video stellten sich Lionel und das Kölner Jugendzentrum "Jachad" auf der Jewrovision 2015 vor.
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Auf der Jewrovision

... fiebert Judith ihrem Auftritt entgegen.

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Polizeistreife vor jeder Synagoge und bei jeder Veranstaltung - Alltag für Judith und Lionel.

Toulouse, Paris, zuletzt Kopenhagen - jeder Anschlag lasse die jüdische Gemeinde noch ein Stück näher zusammenrücken, sagen Judith und Lionel. Angst hätten sie nicht. Doch die Verunsicherung merkt man ihnen trotzdem an.

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Der Polizeiwagen vor der Kölner Synagoge

... selbstverständlich, aber nicht normal.

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Die Angst einfach abschütteln

... so einfach geht es nicht, wissen Judiths Mama Itta und Schwester Mascha.

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Jüdisches Jugendzentrum, jüdische Ferienlager, Jewrovision. Von außen betrachtet, wirkt das alles erst einmal befremdlich. Es fühlt sich nach Ausschluss an, als ob da etwas hinter verschlossenen Türen geschieht.

Doch wer nur ein wenig in die Lebenswelt der jüdischen Gemeinschaft eintaucht, der stellt fest, dass es vor allem eines ist: Notwendigkeit. Organisiertes jüdisches Leben bewahrt ihre Tradition.


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Lionel und Mama Chantal

...haben ganz genaue Vorstellungen davon, wie Lionels spätere Frau sein sollte.

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