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Los geht's

Jahresrückblick

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Es war ein Jahr voller freudiger Höhepunkte, aber auch schockierender Momente. Wir werfen einen Blick zurück in unser Land. Was hat Nordrhein-Westfalen bewegt und wie hat es sich 2016 verändert?

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Massenhafte sexuelle Übergriffe, Chaos und eine überforderte Polizei, die keine Verstärkung rief. Die Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof geriet außer Kontrolle und wurde zum Sinnbild für Polizeiversagen und schlechte Informationspolitik.

Die Flüchtlingsdebatte erreichte durch diese Nacht eine neue Dimension. Die Willkommenskultur hatte einen Riss bekommen.
 




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Einblicke in die Silvesternacht

Polizeivideos zeigen die Situation am Kölner Hauptbahnhof

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Die Informationspolitik der Silvesternacht wurde zur Katastrophe. Der Polizeibericht am nächsten Morgen sprach von einer "ausgelassenen Stimmung". Kein Wort zu den sexuellen Übergriffen.
Später der Versuch einer Entschuldigung - Verantwortungen wurden hin und her geschoben. Keiner wollte etwas gewusst haben.

Der Kölner Polizeipräsident wurde schließlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beharrten vor dem eingesetzten Untersuchungsausschuss darauf, zu spät informiert worden zu sein. 

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Die Anzahl an Strafanzeigen nach den Vorfällen in der Silvesternacht war groß: 1200 Anzeigen, davon 500 wegen Sexualdelikten nahm die Polizei auf. Doch verurteilt wurden bislang nur sechs Täter, denn die meisten agierten im Schutz der Menge und konnten so nicht ermittelt werden.

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In den Tagen danach setzten syrische Flüchtlinge am Kölner Hauptbahnhof ein Zeichen: Sie distanzierten sich mit Plakaten von den Vorfällen der Silvesternacht und bekannten sich zu einem respektvollen Umgang gegenüber Frauen.


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Sturmwarnung an Karneval: Die Düsseldorfer sagten schweren Herzens ihren Rosenmontagszug ab. Nur kurz wurden die Wagen vorm Rathaus gezeigt und dann zerstört. Die Arbeit von Monaten - für die Katz.

Auch viele Städte im Ruhrgebiet und Münsterland ließen ihre Rosenmontagszüge nicht rollen.

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Die Kölner Jecken sagten einfach den Sturm ab und feierten mit verschlanktem Rosenmontagszug. Nur die Pferde mussten in den Ställen bleiben. Später kam sogar die Sonne zum Vorschein.

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Düsseldorf holt den Zug nach

Gutes Wetter, gute Stimmung im März - und die Kölner kamen auch vorbei

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Im März nahm das Land Abschied von drei großen FDP-Politikern aus NRW. Guido Westerwelle starb im Alter von 54 Jahren, zwei Jahre nachdem bei ihm Krebs diagnostiziert wurde.
Hans-Dietrich Genscher folgte ihm knapp zwei Wochen später. 
Im August dann starb der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel mit 97 Jahren.

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Mit Guido Westerwelle verlor die FDP einen ihrer prägendsten Politiker. Der Ex-Außenminister begann seine Karriere als schriller und streitbarer Jungliberaler, der zum ernsthaften FDP-Chef und Vizekanzler reifte.
2014 wurde bei Westerwelle Leukämie diagnostiziert. Zwei Jahre später verlor der Politiker den Kampf gegen die Krankheit. 

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Die Beerdigung von Guido Westerwelle

Familie, Freunde und Weggefährten aus der Politik nehmen Abschied

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"Wir sind zu ihnen gekommen..."

Der Rest geht im Jubel unter

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Hans-Dietrich Genscher starb mit 89 Jahren in Bonn, wo er auch seine gesamte politische Laufbahn verbrachte. Unvergessen bleibt sein Auftritt auf dem Balkon der Prager Botschaft 1989, als er DDR-Flüchtlingen bestätigte, dass sie nach Westdeutschland ausreisen können.

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Auf einem Bauernhof im Kreis Höxter wurden über mehrere Jahre 30 Frauen gefangen gehalten und gefoltert. Über Kontaktanzeigen hatten ein 46-jähriger Mann und seine Ex-Frau die Opfer ins Haus gelockt.

Die Frauen mussten gefesselt in der Badewanne schlafen, sie wurden an die Heizung gekettet oder mit dem Bunsenbrenner verbrannt.

Der Prozess gegen das Paar läuft.

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Im Mai fand im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg die Trauerfeier für den 17-jährigen Niklas statt. Der Junge war auf dem Rückweg von einem Konzert von einer Gruppe junger Männer angegriffen worden. Er bekam einen Schlag gegen die Schläfe, als er schon am Boden lag, noch einen Tritt gegen den Kopf. Eine Woche später starb er im Krankenhaus.

Eine willkürliche Gewalttat.
Sie hätte jeden treffen können.

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Reaktionen aus Niklas Umfeld

Ein Versuch das Unglück in Worte zu fassen

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Zehn Tage nach Niklas' Tod nahm die Polizei den Hauptverdächtigen fest: einen 20-jährigen Italiener, der als gewalttätiger Schläger gilt.

Eine spätere Untersuchung zeigte, dass bei Niklas durch den Schlag an die Schläfe eine vorgeschädigte Ader platzte. Der Vorwurf des Totschlags kann somit nicht aufrecht erhalten werden.

Der Prozess beginnt im nächsten Jahr.

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Der Juni ging im Regen unter. Ganz NRW stand unter Wasser.
In Düsseldorf rückte die Feuerwehr in fünf Stunden zu 420 Einsätzen aus.
In Köln blitzte es in fünf Minuten 290 Mal.
Und in eine Bonner Tiefgarage liefen 50 Millionen Liter Wasser.

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Bis zu 30.000 Menschen gingen in Köln auf die Straße, um für den türkischen Präsidenten Erdogan zu demonstrieren. Nach dem vereitelten Putschversuch in der Türkei zeigten nun die Türken in Deutschland Flagge und unterstützen den Präsidenten.

Erdogan sollte zunächst auf einer Großleinwand zugeschaltet werden, damit er mit seinen Unterstützern sprechen konnte. Doch das wurde bereits im Vorfeld verboten, was zu Protesten führte.

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Wenige Tage später gingen die Kurden in Köln auf die Straße und demonstrierten gegen den türkischen Präsidenten Erdogan.

Der Ton zwischen Türken und Kurden, die in NRW leben, wurde schärfer und die Spannungen reichen tief in die Gesellschaft. Läden werden boykottiert, Schüler bedroht.

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Friedliche Demonstration der Kurden

Sie treten für ihre Rechte ein und fordern Frieden

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Eine große Open-Air-Party und Gäste, die sich sehen lassen konnten. NRW feierte mit einem Großaufgebot an Prominenz. Sogar Prinz William kam in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Denn nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Briten die Provinzen Rheinland und Westfalen zusammengelegt und so Nordrhein-Westfalen gegründet.

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Hannelore Kraft und Prinz William

In der Tonhalle dankt die Ministerpräsidentin dem britischen Thronfolger

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Übersicht

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Kapitel 1 Erste Seite

Der große Jahresrückblick

Silvesterparty 2016
Kapitel 6 Wetterkapriolen in NRW

NRW wurde von Wassermassen überschwemmt.

Der %c3%bcberflutete autobahn tunnel bei d%c3%bcsseldorf
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