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Los geht's

Hilfe für Helfer

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Auf die Flüchtlingswelle im Jahr 2015, folgt die Willkommenskultur: Gestemmt durch tausende Helfer bundesweit. Doch was passiert, wenn diesen die Kraft ausgeht?

Wir begleiten einen Seelsorger, sprechen mit Helfern über belastende Erfahrungen und fragen: Wie können sie sich schützen?

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Rückblick: Tatendrang in Köln Brück

Die Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Brück" bei der Arbeit. Mit viel Tatendrang starteten die Helfer 2015 in die Flüchtlinsarbeit.

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Ein Märzabend im Brauhaus "Em Hähnche" in Köln. Die Bürgerinitiative "Willkommen in Brück" hat zum Infoabend geladen. Vor einem Jahr sind hier die ersten Flüchtlinge angekommen. Inzwischen kümmern sich einhundert freiwillige Helfer um rund 200 Flüchtlinge.

Dabei gebe es durchaus erste Erfolge, heißt es in der Einladung, aber auch viele Probleme und Herausforderungen. Zeit für eine erste Bilanz.

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Frustrierte Flüchtlingshelfer in Köln Brück

Angespannte Stimmung beim Info-Abend. Verantwortliche der Stadt und Freiwillige diskutieren.  Das Vertrauensverhältnis ist erschüttert: Den Helfern fehlt die nötige Unterstützung.

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Sascha Koch ist fester Bestandteil der Köln-Brücker Flüchtlingsinitiative. Der 27-Jährige ist von Beginn an dabei und hält alle Mitglieder über neue Entwicklungen im Verein auf dem Laufenden. Neben der Flüchtlingsarbeit, ist er inzwischen mit einigen Flüchtlingen befreundet. "Das macht die Arbeit nicht einfacher", sagt er.

Im Gegenteil: Sascha Koch wollte sein Ehrenamt schon einige Male aufgeben. Ihm fehlte einfach jemand, der seine neuen Sorgen versteht. Jemand mit dem er über das Erlebte reden kann. "Das Stresslevel war einfach zu hoch".

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"Ich habe mir professionelle Hilfe gewünscht"

Flüchtlingshelfer Sascha Koch über seine Suche nach Entlastung.

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Sascha Koch ist kein Einzelfall.

Seelsorger Oliver Gengenbach auf einem Streifzug durch die verlassene Notunterkunft in Witten. In dieser Turnhalle kamen 2015 die ersten Wittener-Flüchtlinge an. "Da musste dann plötzlich alles ganz schnell gehen", sagt der Pfarrer. Er war die folgenden Tage als Seelsorger im Einsatz: zunächst für die Flüchtlinge, später immer häufiger für die Helfer.

Seit Monaten beobachtet er die Situation. Die Belastung für die Helfer hat sich verändert.



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Der Alltag: "Eine ganz andere Belastung"

Seelsorger Oliver Gengenbach über Entwicklungen in der Flüchtlingshilfe. 2015 war die Arbeit Herausforderung und spannend. 2016 ist es Alltag.

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Als Seelsorger der Kirche in Witten, fühlt sich Oliver Gengenbach für die Helfer verantwortlich.

Regelmäßig besucht er die verschiedenen Flüchtlingseinrichtungen der Stadt. Einerseits um neue Helfer kennenzulernen, aber auch um alte Kontakte zu pflegen. Inzwischen kennen ihn die meisten schon.

Mit den Helferinnen in der Kleiderkammer entsteht schnell ein Gespräch: Andere Helfer nehmen gerade eine Auszeit. War die Belastung zu groß?

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"Es gab auch schon Helfer mit Burn-Out"

Gisa Köhl ist Kellnerin und Anita Zimmermann schon lange in Rente. Beide engagieren sich ehrenamtlich in der Wittener Kleiderkammer. Sie möchten sich nützlich machen.

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Das Ehrenamt kann das Privatleben schnell durcheinander bringen. Zeit ist dabei eine der größten Belastungen für neue Flüchtlingshelfer. Sie müssen erst lernen ihre Kräfte einzuteilen. "Viele machen mehr als gesund für sie ist", sagt Gengenbach. Dabei sei die Flüchtlingsarbeit ein Marathon - kein Sprint.

Eine Erfahrung die auch Rosemary Rosendahl gemacht hat. Sie arbeitet im "Help-Kiosk", wo Flüchtlinge Unterstützung in Alltagsfragen bekommen. Ein Job, der sie herausfordert: Im Help-Kiosk ist immer viel los.

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"Ich habe gemerkt, dass es mir zu viel wurde!"

Rosemary Rosendahl über die Arbeit im Wittener Help-Kiosk. Für die Rentnerin war die Belastung anfangs zu groß. "Man muss das sehr verarbeiten", sagt sie.

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Ingrid Hildtrop war Lehrerin. Heute bereitet ihr das Ehrenamt viel Freude. Hier im Help-Kiosk ist sie durch ihre Sprachkenntnisse kaum zu ersetzen: Französisch, Englisch, Arabisch und ein bisschen Spanisch. Zur Not tun es auch Hände und Füße.

Im Zeitmanagement und im Trennen von Privatleben und Ehrenamt sei sie Profi, sagt sie. Doch es gibt da ein Erlebnis, das sie belastet.

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"Da ist nichts mehr, das war ein Granatsplitter..."

Ingrid Hildtrop bei der Arbeit im Help-Kiosk. Ein Flüchtlingsschicksal lässt sie nicht mehr los.

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Wer viel versteht, sei natürlich auch einer größeren Belastung ausgesetzt, sagt Oliver Gengenbach. Ein Phänomen, das er auch bei Dolmetschern beobachtet, die täglich mit den Erlebnissen traumatisierter Flüchtlinge konfrontiert sind.

Bei ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern sieht er die Gefahr aber auch im Sog, den die Flüchtlingsarbeit entfaltet - und dem manche Helfer nur schwer widerstehen können.

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"Es gibt Helfer, um die man sich Sorgen macht!"

Oliver Gengenbach zu Besuch in einer Kindertagesstätte für Flüchtlinge. Die Flüchtlingsarbeit, könne auch eine Verführung darstellen, sagt er.

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"Wer immer offen ist, kann nicht ganz dicht sein!"

Der Baum als Symbol für nachhaltige Flüchtlingsarbeit. Oliver Gengenbach über das Privatleben, das die Flüchtlingshelfer nicht vernachlässigen dürfen.

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Wertschätzung, Begleitung und Kompetenzen

Oliver Gengenbach über Hilfe für Helfer: Sie benötigen bessere Unterstützung.

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"Wir müssen aufpassen, dass wir die die Flüchtlingshelfer nicht verheizen", sagt Oliver Gengenbach. Doch nicht jede Stadt oder Gemeinde hat engagierte Seelsorger wie ihn.

Sascha Koch, von der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Brück", hat sich selbst rechtzeitig um seelische Unterstützung bemüht. Die Gründe für seine Suche nach Hilfe sind vielfältig: Arbeit, die versandet, belastende Flüchtlingsschicksale und das Gefühl in einer ungerechten Gesellschaft zu leben.

Ans Aufhören denkt Sascha heute nicht mehr so oft, dafür ist ihm die Sache einfach zu wichtig.
Trotzdem: "Das System hakt!"

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"Ich habe mir professionelle Hilfe gesucht, da mache ich keinen Hehl draus!"

Flüchtlingshelfer Sascha Koch über verschwendete Energie und seine Suche nach Hilfe.

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