Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Liebe.Lebe.Geige.

Logo http://reportage.wdr.de/geigen-bauer
Video

Claus Derenbach verneigt sich vor seiner Arbeit. Jeden Tag. Seit 35 Jahren repariert, baut und pflegt er Streichinstrumente in seiner Kölner Werkstatt. Ein Leben zwischen Holzspänen, harter Arbeit und schwingenden Saiten.

Zum Anfang
Video

Mit Demut an die Werkbank

Die Arbeit als Geigenbauer erfüllt ihn jeden Tag aufs Neue. Einen schöneren Beruf kann sich Claus Derenbach nicht vorstellen - auch wenn er an manchen Tagen sechs Stunden ununterbrochen an seiner Werkbank steht.

Zum Anfang

Claus Derenbach ist Geigenbaumeister. Doch er kann nicht nur Geigen. In seiner Werkstatt stehen auch noch Celli, Kontrabässe und Lauten. Alles was Saiten hat und zum Streichen ist, kann er nicht nur reparieren, sondern auch bauen. Dieses jahrhundertealte Wissen geben Geigenbaumeister immer an die nächste Generation weiter. So lernte es auch Derenbach von seinem Meister.

Zum Anfang
Video

"Ein faszinierendes Handwerk"

Claus Derenbach über seine lange Suche nach einem Ausbildungsplatz. 1983 wurde er endlich fündig.

Zum Anfang

Eine Geige besteht aus 70 verschiedenen Teilen. Bis die alle zusammengebaut sind, braucht es über 100 Arbeitsschritte. Das dauert fast drei Monate. So schafft Claus Derenbach nur eine Geige pro Jahreszeit. Viel Arbeit, die ihren Preis hat. Eine gute Geige kann durchaus 10.000 Euro kosten. Celli sind sogar noch teurer. Doch der handgemachte Klang ist hörbar.

Zum Anfang
Video

Berufsmusiker sind die besten Kunden eines Geigenbauers. Die Qualität eines handgemachten Instruments ist für sie förmlich spürbar - anders als bei Geigen und Celli aus der Massenfertigung. Der Preis spielt dabei kaum eine Rolle. Es geht vor allem um die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Zum Anfang
Video

"Da geht mein Herz auf"

Claus Derenbach baut Instrumente, um Künstlern ein Sprachrohr zu geben.

Zum Anfang

Bei seiner Arbeit hört Claus Derenbach meistens Musik. Aber nicht etwa von Streichern, sondern Lautenmusik. Das Instrument hat es ihm angetan. Wenn er zwischendurch eine freie Minute hat, setzt er sich in den Nebenraum und übt auf seiner Laute. Dieses uralte Zupfinstrument aus dem Orient ähnelt einer dickbauchigen Gitarre mit einem umgeknickten Hals.

Zum Anfang
Video

Allein aber nicht einsam

Doch nicht nur die Laute durchbricht die Stille seines Ateliers.

Zum Anfang

Instrumente zu bauen, bedeutet auch Instrumente zu entwerfen. Claus Derenbach recherchiert oft monatelang in Büchern und Museen und lässt sich von den Bildern inspirieren.

Zum Anfang

Claus Derenbach verarbeitet nur hochwertiges Gebirgsholz für seine Streichinstrumente. Das kauft er langfristig ein. Denn das Holz muss zehn Jahre lagern. Ganz trocken, damit es nicht schimmelt. Dafür muss der Geigenbauer die Raumfeuchtigkeit permanent kontrollieren – heizen ist verboten. Zurzeit verwendet er vor allem Tannenbaumholz für Cello, Laute & Co.

Zum Anfang

Doch auch fertige Geigen kommen immer wieder zu ihm zurück. Sie müssen regelmäßig überholt werden: Saiten wechseln, Lackierung aufbessern. Dabei arbeitet Derenbach mit Pflanzenfarbe, die er mit Alkohol mischt. Denn auch die Optik spielt mit. Zurzeit wartet Claus Derenbach einen ganz besonderen Schatz: eine italienische Geige aus dem 18. Jahrhundert. Ihr Wert liegt im sechsstelligen Bereich.

Zum Anfang

Jedes fertige Instrument muss getestet werden.
Dass Claus Derenbach jahrelang Cello-Unterricht hatte, ist dabei von Vorteil. Bei den Geigen verlässt er sich auf sein gutes Gehör.

Zum Anfang
Video

Die Kostprobe

Zum Anfang
Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden