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Flughafen Düsseldorf wird 90 Jahre alt

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Früh am Morgen erwacht der Flughafen Düsseldorf (DUS) langsam zum Leben. An einem normalen Wochentag sind die ersten Fluggäste meist Geschäftsreisende. Sie kommen, suchen ihre Flüge und ziehen ihre kleinen Rollkoffer durch die große Abflughalle. 23,5 Millionen Passagiere brechen von Düsseldorf Lohausen  jedes Jahr in die Ferne auf – zur Arbeit, in den Urlaub, auf Verwandtenbesuch. Im Minutentakt starten und landen die Flieger. Trennen Menschen und bringen sie wieder zusammen. Der Flughafen ist ein Ort mit 90-jähriger Geschichte und ein Ort für Geschichten. In dieser Multimedia-Reportage erzählen Passagiere und Menschen, die am Flughafen arbeiten, über ihr Leben am und mit dem DUS.


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"Ich muss immer früh aufstehen"

Stephan Werkmeister ist Ingenieur und fliegt dienstlich regelmäßig in die USA.

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Frankfurt, Gran Canaria, Ponta Delgada, Palma, Kopenhagen, Barcelona, Mailand, Stuttgart, Hamburg, Amsterdam, Sulaymaniyah (Irak), Budapest, München – das sind nur einige Ziele, die die Abflugtafeln für die erste Startstunde zwischen 6 und 7 Uhr in der Früh anzeigen. Einige Fluggäste - wie Stephan Werkmeister - haben ihren Job oder das erste Meeting am Ankunftsort im Kopf, die anderen träumen von Sonne und Freiheit. In den Anfängen des Flughafens sah das noch anders aus.

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Als der damalige Oberbürgermeister Dr. Robert Lehr den Flughafen am 19.04.1927 einweihte, dachte wohl niemand daran, in welche Richtung sich die Luftfahrt entwickeln würde. Es ging nicht zu exotischen sondern zu nicht allzu fernen Zielen. Zum Beispiel in die Nachbarstadt den Rhein hinauf. Dieses Bild aus dem Jahr 1929 zeigt Passagiere aus Köln. In den Anfängen der Fliegerei war das eine Linienverbindung am Düsseldorfer Flughafen. Aus heutiger Sicht nicht mehr als ein Hüpfer, damals ein großes Abenteuer – für Passagiere und Piloten gleichermaßen. Die Maschinen, eher rustikal als komfortabel, das Be- und Entladen reine Handarbeit. Wenige Jahre später war es mit dem Fliegen erst einmal vorbei. Mit Kriegsbeginn 1939 wurde die zivile Luftfahrt eingestellt. Im Dezember 1944 zerstörten Bomben die komplette Anlage. Doch nur fünf Jahre später stiegen die ersten Flugzeuge wieder in den Himmel über Düsseldorf. Es begann ein rasantes Wachstum.

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"Zwei Leben am Flughafen"

Michael Hanné, Geschäftsführer der Düsseldorf Flughafen GmbH hat die Entwicklung des DUS in den vergangenen gut 50 Jahren miterlebt.

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Die enorme Entwicklung des Airports erlebt Michael Hanné aus nächster Nähe. Sein Vater arbeitet am Düsseldorfer Flughafen und so kommt er schon in den 1960er Jahren regelmäßig hierher – heute ist er Geschäftsführer der Düsseldorfer Flughafen GmbH. Michael Hanné ist eng mit dem Flughafen verwurzelt. Er kennt viele Menschen dort, macht regelmäßig seine Runden zu den Mitarbeitern und hat einige Geschichten zu erzählen. Begonnen hat er seine eigene Laufbahn 1980 als Be- und Entlader auf dem Vorfeld. Bis heute ist das Vorfeld für ihn ein besonderer Ort.

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Kerosin - Das Parfüm des Flughafens

Michael Hanné, Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf GmbH, über seinen Lieblingsort.

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Jürgen van Hamann ist nah dran an der "klassischen Musik" des Flughafens. Er regelt als sogenannter Marshaller den Verkehr, winkt die Flieger ein. Mit seinen Stäben zeigt er den Jets, die nicht an einer der zahlreichen festen Brücken andocken, den richtigen Stellplatz, damit sie ihre Passagiere von Bord lassen können. Der Mann mit den Stäben mag seinen Job.

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"Schöne Arbeit"

Jürgen von Hamann über seinen Job als Marshaller

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Van Hamann macht seinen Job mit viel Herzblut. Er ist stolz darauf, mit seiner Arbeit für einen reibungslosen Ablauf am Flughagen zu sorgen. Zu seinen Aufgaben gehört mehr als nur das Einweisen der Flieger. Die Marshaller sind so etwas wie die Vorfeld-Polizei eines Flughafens. Sie kontrollieren, ob sich die Fahrzeuglenker, die sich dort bewegen dürfen, an die geltenden Verkehrsregeln halten. Bei Verstößen sprechen sie Strafen aus. Wer zu viele Strafpunkte sammelt, muss seinen speziellen Führerschein für den Flughafen erneut machen - das ist ärgerlich und nicht ganz billig. Die Marshaller sorgen außerdem für die Sicherheit der Flieger. Regelmäßig kontrollieren sie Start- und Landebahn. 

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Unterwegs zur Bahnkontrolle

Jürgen van Hamann ist mit dem "Charly 8", so heißt sein Fahrzeug, auf den Pisten des Flughafens unterwegs.

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Beschaulicher geht es in der Ankunftshalle zu. Dort warten Freunde und Verwandte mit Blumen und Ballons in den Händen auf ihre Lieben. Direkt gegenüber betreibt Familie Sánchez seit mehr als 20 Jahren einen Blumenladen. Bunte Sträuße, Ballons und kleine Geschenke wandern über die Ladentheke – und manchmal auch noch mehr.

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"Manchmal fließen Tränen"

Mercedes Sánchez verkauft in erster Linie Blumen. Manchmal ist sie aber auch einfach als Zuhörerin gefragt.

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Blumen, Mode, Bücher, Accessoires, Lebensmittel, Drogeriebedarf – der Flughafen ist wie eine kleine Stadt. An sieben Tagen in der Woche haben die Shops von 6 bis 23 Uhr geöffnet. Für die Mitarbeiter des Flughafens, Passagiere und die Crewmitglieder der Fluglinien sowie andere Gäste. Diejenigen, die regelmäßig hier sind, kennen sich. Wie in einer guten Nachbarschaft gibt es Gelegenheit für Gespräche oder einen Kaffee zwischendurch.

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"Eine eigene kleine Stadt"

Germanwings-Pilotin Kirsten Jansen ist seit 13 Jahren in Düsseldorf stationiert. 

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In dieser "Stadt" laufen jeden Tag bis zu 45.000 "abfliegende" Gepäckstücke über die Rollbänder. 
Insgesamt arbeiten am Flughafen fast 20.000 Menschen. Auf dem Vorfeld, als Bodenpersonal, bei den Fluggesellschaften, in den Shops und der nahegelegenen Airportcity. Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie enorm der Flughafen seit seiner Gründung gewachsen ist. Und das Wachstum geht weiter.

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"Ich liebe es, wenn das Terminal voll ist"

Flughafen-Geschäftsführer Michael Hanné über die Entwicklung des Flughafens

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Aber das Wachstum des Flughafens hat nicht nur Sonnenseiten. Der drittgrößte deutsche Flughafen bringt auch große Belastungen für seine Anwohner mit sich. Mehr als 217.500 Flugbewegungen im Jahr bedeuten eine erhebliche Lärmbelastung für die Menschen, die in den Ein- und Abflugschneisen leben. So hat sich in der Vergangenheit auch immer wieder Widerstand formiert, wenn es Ausbaupläne gab. Ein Bürgerverein hat sich gegründet: Bürger gegen Fluglärm

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Es ist die bisher größte Tragödie an einem deutschen Flughafen: Schweißarbeiten lösen an jenem Tag im April einen verheerenden Brand aus, bei dem 17 Menschen sterben. Sie hatten gegen die starke Rauchentwicklung keine Chance. Für den Flughafen bedeutete die Katastrophe den stärksten Einschnitt in seiner Geschichte. Aber auch eine Chance zur Neuausrichtung.

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"Tragische Zeit"

Flugahafen-Manager Michael Hanné über die Brandkatastrophe 1996

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Zur Erinnerung an die Brandkatastrophe ist ein Gedenkraum im Düsseldorfer Flughafen eingerichtet worden. Er ist ein Ort der Stille. Hier können Menschen aller Konfessionen beten oder mit ihren Gedanken bei ihren Lieben sein. Der Raum erinnert zudem an eine weitere Katastrophe, die mit dem Flughafen eng verbunden ist. Am 24. März 2015 sollte der Germanwings-Flug 9525 aus Barcelona eigentlich in Düsseldorf landen. Doch die Maschine kam nie an. Der Airbus A320-211 zerschellte in den französischen Bergen. Die Angehörigen warteten vergebens in der Ankunftshalle. 

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"Das Leben massivst beeinflusst"

Johannes Westerdick, katholischer Teil der Flughafenseelsorge, erinnert sich an das zweite Jahresgedenken an den Absturz der Germanwings-Maschine.

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Die Flughafen-Seelsorger sind aber nicht nur bei den ganzen großen Katastrophen zur Stelle. Sie begleiten auch Menschen im Alltag, hören zu und trösten. Ute Clevers erzählt von ihrer Arbeit. 

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"Nur noch einer kommt zurück"

Ute Clevers, evangelische Flughafen-Seelsorgerin in Düsseldorf, über ihre Arbeit

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Der Düsseldorfer Flughafen: Seit 90 Jahren brechen die Menschen von hier aus zu den unterschiedlichsten Zielen auf. Sie reisen in den Urlaub, zur Arbeit und vielleicht in ein ganz neues Leben. Andere kommen zurück, landen wieder im Alltag oder schließen ihre Familie nach langer Zeit in die Arme. Nackte Zahlen können das Leben am Flughafen nicht ausdrücken. Er ist für viele einfach ein besonderer Ort.

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"Der Flughafen hat etwas Magisches"

Blumenhändlerin Mercedes Sánchez über ihre besondere Beziehung zum Flughafen.

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