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Die lange Rockpalastnacht

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Wer in den Siebzigern jung war und sich auch nur ein bisschen für Musik interessiert hat, kennt sie: Die Rockpalast-Nächte, die der WDR ab 1977 veranstaltet hat, haben eine ganze Generation von Musikhörern geprägt.

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Die Rockpalast-Nächte waren eine Art "Private Public Viewing" für Musikfans. Mit Freunden und Bekannten saß man bis zum Morgengrauen vor dem Fernseher, während die damalige Rock-Elite live auftrat - wie zum Beispiel Mitch Ryder, dessen Drummer Wilson Owens hier zu sehen ist.


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Peter Rüchel über die Anfänge des Rockpalast

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Ohne ihn ging beim Rockpalast gar nichts: Peter Rüchel erfand das Konzept, suchte die Bands aus und verantwortete die Sendung über Jahrzehnte.

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Peter Rüchel über das Konzept des Rockpalast

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Im "Beatcafé" von WDR 4 erinnerte sich Rüchel später an die Anfangszeit Mitte der Siebziger.

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Am 23. Juli 1976 stieg in der Essener Grugahalle die erste von insgesamt 17 Rockpalast-Nächten. Mit dabei: Roger McGuinn's Thunderbyrd, Little Feat und als Headliner der irische Musiker Rory Gallagher. Der bekam von Moderator Alan Bangs und Peter Rüchel gleich mal einen WDR-Wimpel für seine Verdienste um den Bluesrock verliehen.
 

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Geheimtipps, Genregrößen, Weltstars: Im Rockpalast durften sich die verschiedensten Bands beweisen. Anfangs waren es eher vom Blues beeinflusste Rocker wie Ten Years After, Michael Chapman, Johnny Winter oder die J. Geils Band (hier im Bild). Später traten auch The Who, The Police, ZZ Top, Peter Gabriel, Patti Smith und Van Morrison auf.

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Albrecht Metzgers legendäre Rockpalast-Ansage

 

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Und da der Rockpalast in mehrere Eurovisions-Länder übertragen wurde, brauchte es auch einen prägnanten, internationalen Slogan: "German television proudly presents", vorgetragen vom unnachahmlichen Moderator Albrecht Metzger.

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Der Rockpalast war zwar eigentlich eine TV-Sendung, wurde aber gleichzeitig im WDR-Radio übertragen. Für Musikproduktionen gab es dort das bessere Equipment, die erfahreneren Ton-Techniker und damit einen weit besseren Sound - natürlich in Stereo. Deshalb liefen in den meisten Wohnzimmern beide Geräte parallel.


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Rory Gallagher: "Calling Card"

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Der Rockpalast war auch immer ein bisschen Leistungsschau: Wer kann schneller, besser, abgefahrener rocken? Der irische Bluesrocker Rory Gallagher sang sogar seine Soli mit ...

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Peter Rüchel über Rory Gallagher

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Frankie Miller's Full House: "Brickyard Blues"

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Auch Frankie Miller's Full House hatten das Blues-Gen tief in ihrer Rock-DNA verankert.

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Mitch Ryder: "Ain't nobody white (can sing the blues)"

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Erfunden wurde der Blues von Farbigen, berühmt wurden damit aber meist Weiße. Ein Widerspruch, der auch Mitch Ryder bewusst war. Er sang bei der 5. Rockpalast-Nacht 1979 mit viel Ironie davon, dass die Weißen es einfach nicht drauf hätten, das mit dem Blues...

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Peter Rüchel über Nils Lofgren

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Neben den großen Shows in der Essener Grugahalle gab es auch Rockpalast-Konzerte im Kölner Studio L - vor gerade mal 80 Zuschauern. Wer sich dort bewährte, durfte später auf die große Bühne. Einer von ihnen: Nils Lofgren, der bei Neil Youngs erste Meriten sammelte und später  Bruce Springsteens E Street Band verstärkte.

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Graham Parker & The Rumour: "I'm gonna tear your playhouse down"

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Nachdem Ende der 1970er Punk und New Wave in Deutschland immer mehr Fans fanden, reagierte auch der Rockpalast: Joe Jackson war zu Gast, Elvis Costello und auch Graham Parker, der als wichtiger Einfluss der beiden galt und bei der 7. Rockpalast-Nacht auftrat.

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Peter Rüchel über die "New Wave"

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Peter Sommer über seine Zuschauer-Erfahrung mit dem Rockpalast

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2003 folgte Peter dem Peter: Rüchel verabschiedete sich aus dem aktiven Geschäft und Sommer wurde der neue Rockpalast-Redakteur. Und natürlich hat auch er seine ganz besonderen Rockpalast-Momente aus den 70ern.

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Peter Sommer über Mother's Finest

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Rockpalast-Lieblinge: Niemand verband so virtuos Funk, Soul und harten Rock wie Mother's Finest aus Atlanta, Georgia.

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Mother's Finest: "Baby Love"

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1. Rockpalast-Nacht am 23./24.7.1977
Rory Gallagher // Little Feat // Roger McGuinn's Thunderbyrd

2. Rockpalast-Nacht am 4./5.3.1978
Michael Chapman // Mother's Finest // Dickey Betts & Great Southern

3. Rockpalast-Nacht am 15./16.9.1978
Paul Butterfield Band // Peter Gabriel // Alvin Lee's Ten Years After

4. Rockpalast-Nacht am 21./22.4.1979
J. Geils Band // Patti Smith Group // Johnny Winter

5. Rockpalast-Nacht am 6./7.10.1979
Southside Johnny & The Asbury Jukes // Nils Lofgren // Mitch Ryder

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Mitte der Achtziger Jahre hatte sich das Konzept der Rockpalast-Nächte überlebt. Die 17. Rocknacht, bei der 1986 BAP, Jackson Browne und Big Country auftraten, war die letzte in der bekannten Form.

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Peter Sommer über die Gegenwart des Rockpalast

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Doch der Rockpalast existiert noch - wenn auch in anderer Form.

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Nostalgiker können sich mit den diversen CD- und DVD-Veröffentlichungen der Rockpalast-Auftritte in die gute, alte Zeit zurück beamen, als Schnauz und Schlag herrschten. Oder sie schalten in der Nacht von Freitag auf Samstag (29./30.07.2016) ab 0.00 Uhr die lange Rockpalast-Nacht auf WDR 4 ein.

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