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Los geht's

Der Anhalter

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Dieser Mann trampt seit 40 Jahren quer durch Deutschland. Jetzt ist er auf seiner letzten Reise. Würden Sie ihn mitnehmen? Die WDR-Reporter Stephan Beuting und Sven Preger haben es getan.

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"Letzte Ausfahrt Zürich"

Reporter Stephan Beuting trifft den Anhalter auf seiner letzten
Reise.

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Der Anhalter erzählt, er sei auf dem Weg nach Zürich. Zu Dignitas, einem Verein für Sterbehilfe. Dort will er sich umbringen. Denn er kann einfach nicht mehr.

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Der Kölner Verteilerkreis ist ein idealer Knotenpunkt für Tramper. Hier treffen nicht nur die A 4 und die
A 555 aufeinander, sondern auch wir auf Anhalter Heinrich. Sven trifft ihn im Oktober 2013, Stephan knapp ein Jahr später. Beide Male ist er auf dem Weg nach Zürich. Wie kann das sein?

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"Die Agenten von Bonn"

Heinrichs Wiedersehens-Freude

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Die Geschichte lässt uns nicht los. Also machen wir uns auf die Suche nach Heinrich, dem Anhalter. Recherchieren in ganz Deutschland. Und tatsächlich finden wir ihn 10 Wochen später. Und irgendwie klingt er noch ganz lebendig...

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"Der klinische Tod"

Heinrichs Leben in 50 Sekunden

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Heinrich erzählt uns seine Geschichte. Er habe Knochenkrebs im Endstadium und 40 Jahre auf der Straße gelebt. Man spürt, dass er was loswerden will. Im Leben sei er nie wirklich angekommen. Verantwortlich dafür sei der Staat.

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"Marsbergs Fluch"

Heinrich war als Kind in der Psychiatrie, in Nieder-Marsberg im Sauerland. Als er entlassen wird, hat er keine Chance auf einen Job.

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Das St. Johannes-Stift in Marsberg war eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Seit 1953 ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe der Träger. In den 1950, 60er und 70er Jahren wurden Kinder hier eher eingesperrt als geheilt. Das Sagen hatten die Nonnen von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern. Sie sollten sich eigentlich um Pflege und Erziehung der Kinder kümmern. Doch Heinrich erinnert sich vor allem an Schläge und Strafen.

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"Strafaktionen vor Gott"

Heinrich erinnert sich an den grausamen Stifts-Alltag.

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Bis zu 1.100 Patienten sind in den 1950er und 60er Jahren gleichzeitig im St. Johannes-Stift. Viel zu viele. Das Personal ist überfordert. Heinrich erzählt, dass Gewalt und Demütigungen zum Alltag gehören. Auch bei den Kindern untereinander.

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Der offizielle Beweis

LWL-Archivar Hans-Jürgen Höötmann zeigt Heinrich dessen Karteikarte.

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Es sind gerade mal vier DinA5-Blätter - aus dem Aufnahmebuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marsberg. Zum ersten Mal hält Heinrich sie in den Händen.

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Heute ist Marsberg eine moderne Kinder- und Jugendpsychiatrie. Immer noch in der Hand des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Ihr Motto heute: Stark für die seelische Gesundheit. Die Gebäude sind größtenteils noch dieselben. Heinrich hat vieles versucht, um mit diesem Kapitel seines Lebens abzuschließen.

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Hilfe zur Selbsthilfe

Zwei Dinge hat Heinrich immer dabei. Krücke und Kappe. Wenn er letztere absetzt, kommt eine riesige Beule zum Vorschein. Angeblich ein Gehirntumor. Im Studio-Interview erzählt uns Heinrich ausführlich von früher. Eines hat ihm besonders geholfen, die schrecklichen Erlebnissen zu verarbeiten.

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"Es haut nicht hin"

25 Euro für Zigaretten und Tabak.

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Wir reisen mit Heinrich an die Orte seiner Vergangenheit. Das ist immer eine Herausforderung. Denn Heinrich braucht alle paar Minuten seine Zigarette. Auch unterwegs. Er lebt von Tabak, Kaffee und Stütze. Wohnen kann er in einer sozialen Einrichtung in der Nähe von Stuttgart.

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Heinrichs Familie

Dass Heinrich nie im bürgerlichen Leben angekommen ist, hat auch mit seiner Kindheit zu tun. Doch auf seine Familiengeschichte angesprochen, wehrt Heinrich ab. Er habe damit abgeschlossen.

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Heute lebt Heinrich in einer sozialen Wohnstätte in Baden-Württemberg. Sein Zimmer nennt er seine Zelle - wie in Marsberg oder im Knast. Für das Leben auf der Straße ist er mittlerweile zu schwach. Wir kennen Heinrich jetzt länger als ein Jahr und haben uns mit ihm in seine Vergangenheit begeben. Von Selbstmord redet er nicht mehr - zumindest nicht mehr so häufig.

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Klavierstunde

Im Speisesaal der sozialen Wohnstätte steht ein Klavier. Heinrich spielt gern...

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Alte Masche

Seit 40 Jahren schnorrt sich Heinrich durch's Leben. Dafür landete er auch im Knast - wegen Betrugs. Mittlerweile hat er seine Überlebensstrategie perfektioniert.

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