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Dennis' digitale Welt

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Das Internet ist dank Smartphone allgegenwärtig. Ich bin ständig online, zum Beispiel um zu spielen oder mit meinen Freunden zu chatten. Dabei gibt es doch dauernd die Meldungen über Datendiebstahl und Spionage.

Warum machen wir eigentlich so viel im Internet, obwohl es so gefährlich ist?

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Um eine Antwort auf meine Frage zu bekommen, teste ich mich zuerst mal selbst und schaue, wie viel Zeit ich wirklich mit dem Smartphone im Internet verbringe.

Das geht ganz leicht – natürlich mit einer App. "Menthal", eine App der Uni Bonn, kann aufzeichnen, wie viele Stunden pro Tag ich das Smartphone nutze und welche Apps ich am häufigsten öffne.

Eine Woche misst die App meinen Smartphonekonsum – und zeichnet sogar auf, wie oft ich das Handy anschalte. Mit den Ergebnissen mache ich mich auf den Weg zur Uni Bonn.

Dort warten Informatiker Alexander Markowetz und Psychologe Christian Montag auf mich. Sie haben zusammen die App entwickelt, die eine Woche lang meinen Smartphonekonsum gemessen hat.

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Psychologe Alexander Markowetz erklärt mir, wie ich mit meinem Smartphone-Konsum im Schnitt liege.

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Wie ich haben viele das Smartphone ständig in der Hand, aber was machen wir damit eigentlich?

40 Prozent der Zeit gehen für die Sozialen Netzwerke Facebook und WhatsApp drauf. Danach folgen schon Videospiele.

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Nachrichten schreiben, chatten, Spiele spielen – Warum verbringen wir für eigentlich unwichtige Dinge so viel Zeit mit dem Smartphone? Christian Montag weiß eine Antwort.

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Ein Glücksspiel muss das Internet nicht sein, wenn man ein paar Regeln beachtet.

Aufs Smartphone verzichten ist für mich jedenfalls keine Option. Wie man sieht, habe ich meinen Konsum ja auch im Griff ...

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Mit dem Smartphone kann ich auf Facebook posten oder mich über aktuelle Ausfälle der Bahn informieren – Apps machen es möglich. Schnell und einfach liefern sie mir die Informationen, die ich brauche.

Im Gegenzug sammeln die Apps aber auch Informationen über mich.

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Manche Apps auf meinem Smartphone können jeden meiner Schritte verfolgen. Auf welche Daten genau die Programme zugreifen können, frage ich den IT-Sicherheitsexperten und Smartphoneforensiker Pascal Kurschildgen. Für einen Test gebe ich ihm mein Smartphone.

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Ein Telefon ausspähen – für Pascal Kurschildgen ein Kinderspiel.

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Meinen genauen Standort anzeigen – wie sich herausstellt, habe ich acht Apps installiert, die das können. Eine Navigations-App muss wissen, wo ich gerade bin, ein Videospiel eher nicht.

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Einige meiner Apps wissen nicht nur, wo ich gerade bin, sondern zum Beispiel auch, was ich für den Abend geplant habe. Mit dem Recht "SMS lesen" können die Apps meine Kurznachrichten sehen – egal, wie vertraulich die sind.

Ein Blick in den Appstore zeigt: Nachrichten lesen kann zum Beispiel auch die Facebook-App. Dabei wäre das nicht nötig, um Facebook zu nutzen.

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Apps können nicht nur meinen Standort sehen und meine SMS lesen, sie haben theoretisch auch Zugriff auf meine Fotos. Ein unangenehmer Gedanke, dass jemand Fremdes sieht, wie ich in der Badehose am Strand liege oder mit meinen Freunden in der Kneipe feiere.

Doch der IT-Experte hat noch eine Überraschung für mich: Es geht noch schlimmer.

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Einige Apps haben nicht nur das Recht, auf die Fotos auf meinem Smartphone zuzugreifen. Sie können auch selbst Bilder und Videos aufnehmen.

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Für den Test mit Pascal Kurschildgen hatte ich das Handy den ganzen Tag bei mir – und trotzdem habe ich nichts davon mitbekommen, dass es Fotos von mir macht und meine Nachrichten liest. Ganz schön unheimlich.

Nach dem Test habe ich mir deswegen "Clueful" heruntergeladen. Diese App bewertet das Sicherheitsrisiko meiner Apps und erklärt mir, welche Rechte sie haben.

Allzu neugierige Apps habe ich direkt deinstalliert. So konnte ich hoffentlich zumindest ein paar meiner Verfolger loswerden.

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Fast überall, wo ich hingehe, gibt es öffentliche Hotspots. Das ist ziemlich praktisch: Ich kann bequem von unterwegs meine Mails checken oder im Internet surfen, ohne das Datenvolumen meines Vertrages auszusaugen. Aber irgendwie habe ich hierbei oft ein mulmiges Gefühl.

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Ich treffe mich mit dem IT-Sicherheitsexperten Mark Semmler am Flughafen und frage ihn: Wie sicher sind öffentliche WLANs?

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Datendiebe brauchen noch nicht einmal ein echtes öffentliches Netz. Mark Semmler zum Beispiel weiß, wie man sich seinen eigenen Hotspot baut. Alles, was er dafür braucht, ist eine Antenne und eine WLAN-Karte.

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Für einen Test richtet Mark Semmler einen eigenen Hotspot ein. Es dauert nur wenige Minuten, bis sich tatsächlich die ersten einloggen.

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– Mit dem Browser auf Seiten surfen ist ok.
– Beim Eingeben von Passwörtern auf das grüne Schloss achten.
– Online-Banking nie von unterwegs nutzen.

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Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Hotspots kann man trotzdem nutzen – wenn man ein paar Dinge beachtet ...

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Das Internet ist schon eine tolle Sache: Es braucht nur einen Klick und ich finde, wonach ich suche. Auch viele andere Dinge kann ich problemlos am Computer erledigen. Allerdings sollte ich dabei auch vorsichtig sein.

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Welche Gefahren im Netz lauern, ist schwierig einzuschätzen. In der realen Welt ist das leichter. Wenn jemand in mein Auto einbricht, ist die Scheibe eingeschlagen und das Navi weg. Hackt aber jemand meinen Computer und klaut Passwörter, bekomme ich davon oft gar nichts mit.

Wie gefährlich ist das Internet also wirklich? Genau das frage ich den Direktor des Instituts für Intersicherheit in Gelsenkirchen, Norbert Pohlmann.

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In dem Institut von Norbert Pohlmann wird der Internetverkehr überwacht und Attacken registriert.

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Auch wenn im Netz viele Gefahren lauern können, kommt es für mich nicht in Frage, darauf zu verzichten.

Schließlich brauche ich das Internet täglich – zum Beispiel, um mit Google nach etwas zu suchen.
Die Suchmaschine präsentiert mir sekundenschnell tausende Antworten auf meine Fragen. Aber die Sache hat einen Haken …

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Mit jeder Suche erfahre ich nicht nur mehr über die Welt, sondern Google erfährt auch mehr über mich. 

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Google-Nutzer bekommen nicht alle die gleichen Ergebnisse auf den ersten Seiten angezeigt. Stattdessen versucht Google mir die Informationen ganz vorne ins Regal zu stellen, die für mich besonders relevant sein könnten.

Erst einmal praktisch. Doch die Informationen über meine Interessen nutzt Google auch, um mir personalisierte Werbung zu zeigen. Habe ich zum Beispiel nach Fernsehern gesucht, erhalte ich danach sehr wahrscheinlich die passenden Anzeigen.

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Wie Google mit meinen Daten Geld verdient.

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Dass Google meine Standortdaten speichert, hat aber auch was Gutes. So kann mich Google vor Betrügern schützen. Wenn ich meinen Mailaccount sonst nur benutze, wenn ich in Deutschland bin, und er plötzlich zum Beispiel von Hawaii aus geöffnet wird, fragt Google mich, ob das okay ist.

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Die Server von Google sind so etwas wie ein riesiges digitales Archiv. In diesem sammelt das Unternehmen nicht nur die Daten der Suchmaschine, sondern auch die aller anderen Google-Dienste, etwa Youtube, Gmail, Google Play oder Google Plus.

Wer diese Dienste oft nutzt, über den hat Google wahrscheinlich eine ganz schöne dicke Akte.

Wer das nicht will, für den habe ich ein paar Tipps ...

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Gemütlich auf der Couch sitzen und etwas fernsehen: Das kann sehr entspannend sein. Aber was, wenn da einer ist, der mir die ganze Zeit über die Schulter schaut und sich notiert, was ich mir da gerade ansehe.

Technisch ist das heute möglich – auch ohne dass jemand in meinem Wohnzimmer steht. Smart-TVs, die mit dem Internet verbunden sind, senden permanent Daten über unsere Fernsehnutzung.

Als Zuschauer merke ich davon oft nichts, weil schon Daten übertragen werden, bevor ich die Onlinefunktion, das sogenannte HbbTV, überhaupt benutzt habe.

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Um herauszufinden, was mein Smart TV genau über mich weiß, treffe ich Marco Ghiglieri von der Uni Darmstadt. Er erforscht den Datenverkehr von Smart TVs.

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Über Smart-TVs können die Sender meine Sehgewohnheiten kennenlernen. Aber warum wollen die überhaupt wissen, was ich gucke?

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Ich treffe mich mit Ingo Markgraf. Der Werbeprofi weiß, wie internetfähige Fernseher die TV-Werbung verändern.

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Fernsehen und Online Shopping werden sich in Zukunft vermischen. Als Verbraucher werde ich so noch durchsichtiger. Wer das nicht will, muss den Datenverkehr seines Fernsehers deaktivieren. Das Smart-TV ist dann zwar nicht mehr smart, aber Datensammler schauen so in die Röhre.

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Kapitel 1 Dennis' digitale Welt

In der digitalen Welt bin ich zu Hause.

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