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Los geht's

Ende des Bergbaus

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Der Bergbau hat das Ruhrgebiet jahrzehntelang geprägt. Diese Ära ist bald vorbei. In Marl schließt Ende 2015 die Zeche Auguste Victoria - das drittletzte Steinkohlenbergwerk in Deutschland.

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Zu Spitzenzeiten wurden auf Auguste Victoria über drei Millionen Tonnen Kohle pro Jahr gefördert. Vom "schwarzen Gold"  profitierte das gesamte Ruhrgebiet. Die Loren werden zu Museumsstücken.

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Das Herz von Frank Steinkühler blutet. Seit Jahrzehnten fährt er täglich auf Auguste Victoria ein. Jetzt ist Schluss. Die meisten Bergleute wechseln nach der Schließung des Marler Bergwerks zur Zeche Prosper Haniel in Bottrop. Aber auch dort endet die Förderung 2018.

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Abschied von der sechsten Sohle

1.000 Meter unter Marl. Mehr als zehn Kilometer müssen die Kumpel unter Tage zur Abbaustelle laufen. Ständig pfeift der Wind, es ist warm und stickig. An einigen Stellen müssen die Bergleute sogar kriechen, die Streben sind nur 1,50 Meter hoch.

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Andreas Clement ist Bergmann geworden, weil der Job früher mal als sicher galt. Der Gedanke an die Zeit nach der Schließung bereitet ihm Sorgen. Clement ist froh, dass seine Frau an seiner Seite steht.

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Der Bergbau gestern

Arbeiten am Leistungslimit - das war der Bergbau früher. Später kamen immer mehr Maschinen dazu, doch körperlich ist die Arbeit unter Tage nach wie vor eine Herausforderung. Das schweißt zusammen - die Gemeinschaft der Bergmänner ist einzigartig.

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Kohle in der Krise

In den 60er Jahren wurde die deutsche Kohle immer unwirtschaftlicher. Im Ausland waren die Produktionskosten geringer. Die RAG musste sogar Werbung für "ihre" Kohle machen.

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Ausbildung auf der Zeche - auch das gibt es noch. Aber die Aufgaben haben sich verändert. Die Azubis kümmern sich um den Rückbau der Bergwerke. Schwere Geräte müssen zerlegt, über Tage geholt und entsorgt werden. Nur ein Teil der Maschinen wird ins Ausland verkauft. Insgesamt werden sich in Marl 600 Mitarbeiter um den Rückbau kümmern.

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Der Abschied tut weh

David macht derzeit noch seine Ausbildung auf Auguste Victoria. Er weiß: Nur einige  der 61 Azubis werden von der RAG übernommen - und auch nur für wenige Monate. David hat ein mulmiges Gefühl. Er muss sich bei anderen Firmen bewerben.

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Allein unter Männern

Laura ist eine der wenigen Frauen, die auf Auguste Victoria eine Ausbildung machen. Da brauche man Biss, sagt die 21-Jährige.

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Es wird leerer in der Waschkaue. Die Schließung des Bergwerks spüren die Arbeiter schon lange, denn es sind immer weniger Kumpel beschäftigt. Von ursprünglich 6.000 Bergleuten auf Auguste Victoria sind nur noch knapp 1.000 übrig geblieben. Der Rest ist entweder in den Ruhestand gegangen oder wurde auf die letzten zwei aktiven Zechen aufgeteilt.

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Der Großteil der Bergleute ist älter als 45 Jahre. Viele von ihnen gehen mit 49 Jahren in den Vorruhestand - als Ausgleich für die schwere körperliche Arbeit. Diejenigen, die über Tage arbeiten, können mit 56 Jahren Frührentner werden.

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Zukunft für das Zechengelände

90 Hektar groß ist das Hauptgelände von Auguste Victoria. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, was mit der Fläche passieren soll. Ab 2020 soll die Vermarktung des Geländes beginnen. Die Vision ist, 1.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

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Seit Jahrzehnten werden im "Zechenimbiss" schon mitten in der Nacht die Brötchen geschmiert. Denn ab fünf Uhr stehen die Kumpel für Frikadellenbrötchen und Schnitzel Schlange.

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Auf eine Frika bei Daniela

Daniela Kortes Leben ist der Imbiss. Seit Jahrzehnten brät sie Frikadellen und Schnitzel. Für die Kumpel ist Korte die gute Seele im Zechenstadtteil, die ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Männer hat.

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Folgenschweres Ende

Wenn 2018 die letzte Zeche schließt, ist die Arbeit noch lange nicht getan. Die RAG-Stiftung kümmert sich um die Ewigkeitskosten. Dafür sind dann  jedes Jahr rund 220 Millionen Euro notwendig, sagt der Stiftungschef Werner Müller.

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Der Bergbau geht - es bleiben aber unzählige Erinnerungen, Geschichten und Industriedenkmäler. 116 Jahre Steinkohlenbergbau in Marl sind zu Ende.

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